Seelenwelten von Dana Stella Schuhr


Kategorie: Gedichte

  • Das Leuchten von Kalabrien Wo Sila-Wälder leise wehn und Wellen sanft an Klippen gehn, steht sie im Licht, das niemals lügt, während die Stille sich an sie schmiegt. Ihr Haar, ein Strom aus tiefstem Braun, wie Femmas 5.13 anzuschau’n. Vom Wind Kalabriens weich umspielt, wo sich die Seele endlich spiegelt. Kein Lärm der Welt dringt…

  • Das Echo der Einheit Einst waren wir eins, ein leuchtendes Ganzes, verbunden im Rhythmus des ewigen Tanzes. Kein Mangel, kein Sehnen, kein einsamer Schmerz, ein einziger Schlag war das menschliche Herz. Doch Zeus, voller Zorn über menschliches Streben, zerteilte das Glück und das einige Leben. Er schuf aus dem Ganzen zwei einsame Teile, getrennt durch…

  • Metamorphose des Abgrunds Wir säten Hoffnung in den falschen Boden, und sahen zu, wie die Verbundenheit verdarb. Im Rückblick heilen jene alten Wunden, die einst im blinden Schmerz das Herz umwarb. Nun blicke ich zurück mit klarem Auge, verstehe, was im Sturm gefehlt, warum das Alte sterben musste, damit der Geist sich neu beseelt. Kein…

  • Liebesglut

    Liebesglut Wie sehr ich deine Küsse miss, der Lippen sanfte Finsternis, die weich auf meine Sehnsucht treffen, und schweigend jeden Zweifel brechen. Sie tanzen auf der nackten Haut, wo sich ein leises Stöhnen staut, erquicken mich im Liebesrausch, ein zarter, seelenvoller Tausch. Der Atem flieht, die Zeit steht still, weil mein Verlangen dich nur will.…

  • Verschwommenes Glück Du tratest fehl zur Unzeit in mein Leben, so spricht der Geist, der kühl die Welt vermisst. Das Schicksal will uns Sicherheit nur geben, wogegen mein Phantom Erfüllung verspricht. Doch wüsst’ ich nur, ob dein Gehalt bestünde, wenn ich das Letzte blind an dich verlier’, ob meine Seele einen Hafen fünde, im fernen…

  • Mein Ozean aus Licht und Tiefe Vergleicht man Menschen oft mit Wasser, wären sie trüber, kälter und blasser. Nicht so wie du – mein Blick verweilt in einem Meer, das Wunden heilt. Mein Ozean, so tief und klar, wie dein schönes, blaues Augenpaar. Ein Blick, der klug und fesselnd brennt, und mich durch smarte Brillen…

  • Die Erweckung des Titanin Ein stummer Ozean liegt tief in mir, das Haus ist leer, die Wellen schlagen hier. Kein Ja, kein Nein –die Flut bleibt unbewegt, weil keine Hand an dieses Ufer schlägt. Ich suchte Ruhe in der dunklen Nacht, die mich zur Herrscherin meiner Stille macht. Die Tränen fließen noch als stummer Strom,…

  • Der Funke im Sturmeswind Wenn alle Wege vor dir schwinden, und Hürden unbezwingbar scheinen, wenn Sackgassen dich blind umwinden, will Herz und Verstand nur noch weinen. Der Ruf nach Aufgabe wird laut, doch tief in dir ein Funke baut. Denn Ausdauer ist kein blinder Lauf, sie sieht die Not, sie spürt den Schmerz. Sie blickt…

  • Die Freiheit unserer Seelen Zwei Welten weben ihre eigenen Pflichten, zwei Leben folgen einem festen Band. Wir können unsere Wege nicht vernichten, und reichen uns doch unsichtbar die Hand. Wir fordern nichts. Wir wollen uns nicht binden. Weil wahre Liebe keine Fesseln webt. Sie will den Freiraum des Betrachters finden, der voller Ehrfurcht diese Nähe…

  • Ein stilles Glück Ein Lächeln, das dein Herz erhellt, das kleine Wunder sacht bestellt. Ein Glück, welches keine Grenzen kennt, und dich bei deinem Namen nennt –all das verdient dein Leben. Du brauchst den Blick, der dich versteht, wenn Schweigen durch die Räume weht. Die Hand, die deine Sorgen teilt und bei dir voller Wärme…

  • Das Versprechen der Ewigkeit Ein letzter Gruß auf leisem Papier, ein Herzschlag, der im Wind verweht. Träfe ich morgen im Einstmals dich hier, wenn sich das Rad der Zeiten dreht: Ich würde mich für das Schweigen entscheiden… kein Wort soll trennen, kein Laut uns entzweien. Nur Atmen. Nur Spüren. Im Licht und im Leiden. Zwei…

  • Der Alchemist der Schuld Im Zerrspiegel der fremden Erwartung, wo deine Maske stumm im Schatten weint, suchst du im Außen flehend nach Erbauung, weil dir das eigene Wesen fremd erscheint. Du flüchtest vor der inneren Begegnung, trägst Stolz als Panzer um ein hohles Herz, versagst dir selbst die allererste Segnung und linderst durch Erhöhung deinen…

  • Spätsommerabend der Seele Der Tag vergesst im matten Abendlicht, die Zeit dehnt sich in raumlose Geduld. Was tief im Inneren noch leise bricht, verliert die Schere und die alte Schuld. Das Ego schweigt, das Wollen wird ganz klein, fernab von Sehnsucht, Widerstand und Leid. Ein reines, ungezwungenes Nur- Sein berührt den Saum von der Ewigkeit.…

  • Der Ruf des Schattens Im gold’nen Kelch der Lebensstunden trinkt sich der Geist am Glücke satt, und eh’ das Herz den Schmerz empfunden, treibt es wie ein verlornes Blatt. Im Lichte lässt sich trefflich schweigen, wo kein Warum die Ruhe bricht, doch in des Daseins buntem Reigen erwacht die Kraft des Denkens nicht. Erst wenn…

  • Das entfremdete Reich Hinter Mauern, kalt und schwer, sinkt das Licht ins Weltenmeer. Nicht nur der Tag bricht stumm entzwei, auch unsere Seele geht vorbei. Wir stehen nah im Raum der Zeit, und sind doch Welten weit gefreit. Das Leben quillt aus Fug und Rand, wir bauen Schlösser in den Sand. Belügen uns mit lautem…

  • Der Spiegelpfad Im fahlen Reich, wo Truggebilde thronen, wird Schattenwurf zum Stolz der Einsamkeit. Wo falsche Lichter im Zwiespalt wohnen, verliert sich Glück in stumme Ewigkeit. Der blinde Flug ins bodenlose Schweben bricht ein Gemüt in schweigend kaltem Schmerz. Verbannt in Nacht, erstarrt das eigne Leben im starren Panzer aus antikem Erz. Ein Reif aus…

  • Das geliehene Herz Du hast dein Herz an sie verloren, willst mich doch auch nicht ganz erlösen. Ein stummer Abschied, tief geschworen, im Zwiespalt zwischen Gut und Bösen. Ich seh‘ in deine müden Augen, ihr Glanz ist längst im Grau verblasst. Du musst mir meine Hoffnung rauben, obwohl du diesen Abschied hasst. Wo ist die…

  • Einzig die Liebe Ich bleibe nicht, weil du mich brauchst, weil du im Schmerz nach Rettung tauchst. Was du in meinem Wesen siehst, und bang vor deiner Einsamkeit fliehst: Es wohnt schon längst in dir allein, du musst es nur im Innern befrei’n. Kein Zwang, kein Band der Abhängigkeit macht uns für wahre Nähe bereit.…

  • Das Echo eines Augenblicks Wie Nebel, der im Abendrot verweht, so sucht mein Geist den Weg zu deinem Licht. Ein stummes Flehen, das im Wind entsteht, doch deine fernen Ufer nicht zerbricht. Ich strecke meine Hand dem Äther hin, wo Welten starr in ihrer Kälte stehn, und weiß in meinem einsamen Beginn: Ich will dich…

  • An deine Seele

    An deine Seele Ich liebe deine leise Schwäche, die tief als Stärke in dir ruht, wenn Sehnsucht sanft die alten Dämme durchbricht mit leisem, stillem Mut. In deinen Augen liegt geborgen ein weites Land, ein blaues Meer. Dort tanzt der Pusteblumenschnee, und wehrt der fremden Hände Wehr. Du trägst die Masken fremder Welten, die dir…