Die Brücke der Transzendenz

1 Minute

Durch Wüsten, die im Schweigen
ruhen, zog ich mit wundgelaufnen
Schuhen, vorbei am Lärm der eitlen
Welt, wo nur dein Blick mein All erhellt.

Ich brach der Seele stolze Krone,
auf dass ich blind im Opfer wohne.
Gab jeden Halt, gab jeden Sinn,
für einen Hauch von Nähe hin.

Das Universum ward zum Pfand,
das ich verlor an deine Hand.
Ich goss mein Sein in dein Gefäß,
doch blieb dein Herz mir ungemäß.

Ein kalter Glanz im Himmelszelt, der
einsam meine Nacht erhellt. Die
Sterne schweigen fern und rein,
und lassen mich mit mir allein.

Ich wob aus Sternen dir ein Kleid,
verlor darin die Ewigkeit. Doch
ihr Verlangen war nur Schein,
ein schönes, totes Licht aus Stein.

Nun flieht der Geist in jene Sphären,
wo Sehnsüchte den Schmerz verklären.
Aus Traumgewebe baut die Nacht ein
Reich, das uns unsterblich macht.

Der lichte Sternenstaub zerrinnt,
ein neuer Tag im Geist beginnt.
Das Firmament, das mich betrog,
verliert den Glanz, der mich umzog.

Doch bricht das Licht im Morgenrot:
Der Traum war Brücke, Trost und Tod.
Ich ziehe fort, die Nacht verblasst,
befreit von dieser Sehnsucht Last.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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