Seelenwelten von Dana Stella Schuhr


Kategorie: Gedanken

  • Ausbruch

    Manchmal erkennt man erst, dass man in einem Käfig saß, wenn man bereits draußen steht. Du hast die Gitterstäbe nicht gesehen, weil sie so langsam um dich herum wuchsen. Ein unausgesprochenes „Mach das nicht“ hier, ein enttäuschter Blick dort, eine passive Bestrafung durch Schweigen, wenn du dich nicht an die ungeschriebenen Regeln gehalten hast. Die…

  • Das Märchen vom leeren Strom Ein Schneesturm tobt, die Welt wird weiß, man raunt vom „Schwindel“, spricht von Eis. „Wenn alle Räder elektrisch sich drehen, wird bald die Welt im Stau vergehen! Kein Funke mehr, die Heizung kalt, ein Grab aus Stahl im Winterwald.“ Man malt sich aus: Das GPS erlischt, die letzte Hoffnung wird…

  • Viele warten schon in der Kennenlernphase. Sie haben Verständnis, geben Raum, passen sich an, bleiben geduldig und reden sich ein, dass der andere einfach Zeit braucht. Und am Anfang fühlt sich das auch richtig an, weil man denkt, man gibt dem Ganzen eine faire Chance. Aber genau hier entsteht oft das eigentliche Problem. Der andere…

  • Die Dämonen leben unter uns in menschlicher Gestalt. Sie erzeugen Nähe, stellen eine tiefe emotionale Bindung her. Sie wirken reflektiert, extrem tiefgründig, warm und echt. Sie sind aber nicht fähig sauber und loyal zu handeln Sie spiegeln dich. Sie geben dir das Gefühl besonders verstanden zu werden. Du hast das Gefühl,- es mit einem Seelenpartner…

  • Der Verwalter der Asche Du hast das Feuer gegen Frost getauscht, weil dir vor meiner Größe graust. Du wolltest keine Frau, die wahrhaft liebt- du wolltest kalten Halt, ein stumpfes Echo, das im Haus verhallt. Ich war die Spitze, du die tiefste Angst, die nun in Ketten um ihr Überleben bangt. Du nennst es Treue,…

  • (übersetzt: das wieder in die richtige Position setzen, bis es stimmig für alle ist. Diese Praxis heißt Ho’oponopono. Sie stammt aus einer alten hawaiianischen Heiltradition. Über Jahrhunderte wurde sie von Heilern, den Kahunas, genutzt, um Konflikte in Familien zu lösen und Harmonie in Gemeinschaften wiederherzustellen. Nicht als bloße- oft stundenlange Zeremonie. Sondern wie eine präzise…

  • Er meldet sich tagelang nicht. Kein Lebenszeichen, keine Nachfrage, kein echtes Interesse spürbar. Und dann taucht er auf mit einem lockeren „Na, alles klar bei dir?“ Schick ihm da Kurzatmigkeit, Fragezeichen im Kopf, ein flaues Gefühl im Bauch. War ich ihm die ganze Zeit egal? Bin ich nur gut für zwischendurch? Genau hier liegt der…

  • Wenn die Lunge bricht Was keine Autoimmun-Krankheit schaffte, ist das, was nun die Lunge raubt. Ich huste mir die Seele aus, vom Schmerz der Sinne fast beraubt. Ich werde wach zu jeder Stunde, doch du schläfst tief, bist ungerührt. Du schnarchst vor laut vor dich hin, Runde um Runde, während mein Körper … den Abgrund…

  • Die Königin der eigenen Nacht Mit sieben Jahren kam das fremde Land, ein Koffer voller Angst in kleiner Hand. Aus Kroatien fort, zur Mutter hin, die kaum noch wusste, wer ich für sie bin. Vier Kinder waren für die Jungen schwer, das Haus war voll, das Herz oft öd und leer. Als Älteste trug ich…

  • Ich liebe dich. Aber nicht wie am Anfang. Ich liebe dich im Stillen, aus der Ferne, mit der ganzen Müdigkeit eines Herzens, das des Hoffens müde ist. Ich wache morgens auf und der erste Gedanke ist immer noch bei dir. Nicht als schöner Traum, sondern als Erinnerung, die nicht gehen will. Ich bete, dich zu…

  • Asche im Wind Ich bin für dich nur ein beschriebenes Blatt, das keine Stimme und keine Bedeutung mehr hat. Du liest meine Worte wie flüchtigen Sand, der lautlos zerrinnt in deiner kühlen Hand. Gelöscht und vergessen, im Winde verweht, als hätt’ ich die Sprache der Liebe entstellt. Doch tief in dem Echo, das in dir…

  • dann auf Luca, der neugierig vom Dach herunterschaut, und schließlich zurück zu Mario. Sie sieht, wie Mario Bella ansieht – nicht mit dem besitzergreifenden Stolz, den er früher für seine Erfolge hegte, sondern mit einer sanften, tief verwurzelten Ehrfurcht.„Ich wollte eigentlich nur sehen, ob die Gerüchte stimmen“, sagt Elena leise. „Dass du alles weggeworfen hast.…

  • Asche und Aufbruch Du legtest deine tiefsten Wunden offen, doch deine innere Not blieb ungehört, verhallt. Vergebens war dein Sehnen und dein Hoffen, die Welt um dich blieb lieblos, fremd und kalt. Wer stumm zusieht, wie deine Seele bricht, wer deine Tränen nicht als Kostbarkeit versteht, verdient den Platz in deinem Leben nicht, wenn nun…

  • Ein leeres Blatt

    Ein leeres Blatt Ich will nicht, dass du dich verlierst, dich meinetwegen beugst. Ich will nur, dass du Mut verspürst und mir Vertrauen zeugst. Besieg die Angst, die uns im Weg, hör auf, vor ihr zu fliehen. Nimm sie als Teil von unserem Steg, lass deinen Kampf nun ziehen. Denn wo die Liebe hell entbrennt,…

  • Tiefe Leichtigkeit „Tiefe Leichtigkeit“ beschreibt einen Zustand innerer Unbeschwertheit, der trotz aller Heraus- Forderungen durch Gelassenheit, Präsenz im Hier und Jetzt und den Abbau von mentalem Ballast entsteht. Sie ist eine bewusste Haltung, die Schwere in Leichtigkeit verwandelt, indem man jeglichen Perfektionismus ablegt, Energieräuber meidet und den Fokus auf das Wesentliche richtet. Schlüssel zu mehr…

  • Wer bist du?

    Wer bist du? Wer bist du…wenn niemand zusieht? Wenn keine Rolle wartet… kein Applaus und keine Erwartungen. Wenn du nicht stark sein musst. Nicht lächeln, nicht leisten, nicht gefallen. Wenn du einfach nur da bist. Still. Echt. Unzensiert. Bist du dann frei und glücklich? Oder verloren und suchend? Viele wissen, wer sie täglich sein sollen.…

  • Meine Worte beschreiben ein Gefühl, das viele Menschen kennen, aber selten aussprechen: das Gefühl der Entfremdung, der inneren Leere und der Zweifel am eigenen Platz im Leben. Es ist eine tiefe, stille Melancholie, die oft einhergeht mit dem Anspruch, nach außen hin „zu funktionieren“. Was ich beschreibe, hat viele Facetten: Wie man damit umgehen kann:Es…

  • So fühle ich

    Es gibt Momente, in denen ich mich fremd in meinem eigenen Leben fühle. Als würde ich zusehen, aber nicht wirklich da sein. Alles läuft weiter, während ich stehen bleibe, unsicher, wo ich hingehöre. Ich trage ein Lächeln, das manchmal mehr tarnt, als es zeigt. Ich funktioniere, erledige, existiere – aber tief in mir ist da…

  • Der stille Garten Es gibt einen Ort, tief in dir drin, da ergibt jede Träne am Ende ein‘ Sinn. Kein Urteil dringt durch diesen heiligen Zaun, hier wächst aus der Stille … das Urvertrauen. Du musst nun nicht mehr kämpfen, nicht länger beweisen, dass Fehler nur Wolken sind, die leise reisen. Hinter dem Grau steht…

  • In dieser technokratischen Zukunft wird der „Funke des Unlogischen“ zum gefährlichsten Virus des Systems. Er entfacht eine Rebellion, die nicht mit Waffen, sondern mit Unvorhersehbarkeit geführt wird.Die Rebellion des Rauschens. In den sterilen Datenzentren der Neuen Welt mehren sich die „Anomalien“. Es beginnt als digitales Glitch-Phänomen: Bilder, die nicht optimiert sind; Texte, die keine Information…