Das Bleiben Kein Weichen mehr. Ein harter Kern. Ein schweres Meer. Ein kalter Stern. Die Frage bohrt. Der Sturm reißt fort. An jedem Ort. Dein festes Wort. Kein Ende nah. Kein sanfter Schluss. Was eben war. Im Überfluss. Du bist der Fels. Du bist die Flut. Im Pelz des Wels‘. In deiner Wut. Ein wilder…
Fernweh der Seele. Ein bittrer Sog. Ein hohler Raum. Was uns betrog, ein goldner Traum. Das Ufer fern. Das Wasser tief. Ein kalter Stern, der nachts mich rief. Kein Ankommen. Kein Hafenlicht. Vom Schmerz benommen, der niemals bricht. Das Herz wird weit. Man dehnt sich aus. In Einsamkeit: Kein Weg nach Haus.
Flügelschlag Ein schweres Schloss. Ein rostig Band. Vom hohen Ross auf festem Land. Die Fessel bricht. Der Käfig klafft. In neues Licht, aus eigner Kraft. Kein Müssen mehr. Kein fremder Takt. Das Feld, so leer, wird neu gepackt. Das Herz wird weit. Man atmet ein. In Seligkeit: Nur einfach sein.
Wendezeit Ein alter Grund. Ein Riss im Sein. In dieser Stund’ bricht Neues ein. Die Mauer fällt. Der Anker bricht. In and’re Welt fällt nun das Licht. Kein Halten mehr. Kein „Wie es war“. Das Feld, so leer, wird plötzlich klar. Das Herz wird weit. Man wagt den Sprung. In Ungewissheit: Die Wandlung, jung.
Einlassen Ein tiefer Atem. Ein offner Blick. Vom harten Schatten kein Schritt zurück. Das Gestern ruht. Die Faust wird weich. Mit neuem Mut ins Friedensreich. Kein Zwang, kein Müssen. Kein „Warum“. In stillem Wissen, beredt und stumm. Das Herz wird weit. Man lässt nun los. In Ewigkeit: Die Welt ist groß.
Stillstand Ein tiefes Ja. Ein letztes Weh. Was fern, was nah, im Flockenschnee. Der Widerstand. Das laute Flehn. In eigner Hand das Weitergehn. Kein Kampf mehr nun. Kein „Hätt ich doch“. Im stillen Tun das Leben noch. Das Herz wird weit. Man nimmt es an. In Gelassenheit: Ein neuer Bann.
Das Urteil Kein Stahl, der bricht. Kein Blut, das flieht. Es ist das Licht, das dich verrät. Du suchst die Hand, die dich erstach. Ein Band verbrannt. Ein Herz, das brach. Kein Feind, kein Grimm, kein fremder Neid. Ein Freund. Sein Sinn. Deine Ewigkeit. Die Kälte siegt. Die Welt wird Stein. Wer liebt, der liegt.…
Das Pfand Ein Wort, ein Blick. Ein fester Griff. Kein Weg zurück. Das Herz am Riff. Du schließt die Sicht. Du reichst die Hand. Ein falsches Licht. Ein brüchig Pfand. Wer glaubt, der baut auf dünnem Glas. Wer sich vertraut, erntet den Hass. Die Mauer fällt. Der Abgrund lacht. Vertrauen hält nur bis zur Nacht.
Das ewige Eis Ein Schwur im Licht. Ein Kuss wie Gift. Das Herz zerbricht, wenn Wahrheit trifft. Du gabst dein Sein, er nahm den Rest. Nun bist du allein, hältst Trümmer fest. Kein Morgen mehr, kein Wort, das heilt. Das Herz ist leer, vom Schmerz zerteilt. Die Liebe stirbt, doch bleibt die Pein. Was dich…
Das hohle Echo Kein Laut im Haus. Kein Schritt im Flur. Das Licht ist aus. Keine Spur. Du rufst den Namen, doch Antwort schweigt. Verwelkt sind Samen, die du gezeigt. Die Mauer wächst. Der Raum wird weit. Du bist verhext von Ewigkeit. Kein Du, kein Wir. Nur Glas und Stein. Das Jetzt und Hier gehört…
Der innere Fraß Kein Feind von fern. Kein Schlag von Hand. Im eignen Kern entbrennt der Brand. Die Zelle meutert. Das Fleisch wird fremd. Nichts wird geläutert. Nichts wird gehemmt. Ein dumpfer Druck. Ein stechend Licht. Mit jedem Schluck das Mark zerbricht. Du bist der Wirt. Du bist die Kost. Das Blut verwirrt. Es nagt…
Der Ruhepol Ein fester Grund. Ein Haltepunkt. In dieser Stund’ das Herz, das ruht. Der Kopf ganz weit. Das Herz im Flow. Von Angst befreit im Lichterloh. Du stehst im Licht. Du bist bei dir. Die Last zerbricht im Jetzt und Hier. Ein tiefer Schlaf. Die Stille spricht. Das Ende schläft –es heilt das Licht.
Das Karussell Kein fester Grund. Kein Haltepunkt. In jeder Stund’ der Puls, der pumpt. Der Kopf ein Sturm. Das Herz ein Takt. Vom tiefsten Turm die Angst, die nackt. Du läufst im Kreis. Du fliehst vor dir. Der kalte Schweiß ist dein Visier. Kein Schlaf, kein Licht. Nur Hetze, Gier. Das Ende bricht – doch…
Die Wand Ein grelles Licht. Ein scharfer Ton. Die Haut zerbricht, du fühlst es schon. Zu viel. Zu nah. Zu bunt. Zu laut. Was eben war, ist nun verbaut. Das Denken stockt. Das Mark gefriert. Im Kopf verblockt, was dich regiert. Kein Wort dringt durch. Kein Fluchtweg bleibt. Nur nackte Furcht, die dich zerreibt.
Das Nichts Die Welt erstarrt. Die Zeit steht still. Nichts wird bewahrt, was man noch will. Kein Muskel zuckt. Kein Blick, der klärt. Das Ich verschluckt. Das Mark verzehrt. Dann kommt die Leere. Das Licht wird grau. Keine Schwere. Kein Tau. Der Akku leer. Der Geist ein Grab. Es gibt kein Mehr. Nur noch hinab.…
Die Glut Kein Licht von außen. Kein Ruf, der schallt. Das Schweigen draußen. Im Innern kalt. Doch tief im Grund, im schwarzen Staub, bleibt ein Befund, nicht ganz taub. Ein kleiner Schein. Ein schwacher Takt. Ganz klein, ganz rein, völlig nackt. Er brennt sich durch. Er sucht die Luft. Trotz aller Furcht. Trotz aller Gruft.…
Das Eis Kein warmer Hauch. Ein starrer Fluss. Ein grauer Rauch. Der letzte Kuss. Die Kälte schneidet. Das Land wird weiß. Was niemand leidet. Das nackte Eis. Kein Herzschlag bebt. Kein Ruf erschallt. Was eben lebt. Wird stumme Gestalt. Der Himmel blei. Die Erde Glas. Kein Hilfeschrei. Kein Augenmaß. Das Schweigen wächst. Die Zeit erfriert.…
Die Wahrheit Kein Schleier mehr. Ein kahler Raum. Das Licht so schwer. Kein sanfter Traum. Die Maske fällt. Der Spiegel bricht. Was dich entstellt. Im nackten Licht. Kein Ausweg bleibt. Kein Trug, kein Schein. Was sich einschreibt. In Mark und Bein. Das Wort ist hart. Die Sicht ist klar. In deiner Art. Was immer war.…
Das Maß Kein krummes Maß. Ein scharfes Schwert. Was du besaß‘. Was nichts mehr wert. Die Waage schwankt. Der Balken biegt. Wo Unrecht dankt. Wo Wahrheit liegt. Ein bittrer Kelch. Ein klarer Stand. Kein „Oder welch“. In deiner Hand. Du siehst den Riss. Du spürst die Not. Die Finsternis. Das Abendrot. Kein Kompromiss. Kein falscher…
Das Unverrückbare Kein falsches Wort. Kein krummer Gang. An jedem Ort. Der eigne Klang. Das Glas ist klar. Der Blick ist echt. Was immer war. Was immer recht. Kein Maskenspiel. Kein glattes Sein. Ein hohes Ziel. Ein harter Stein. Man bricht dich nicht. Man biegt dich kaum. Im hellen Licht. Im engen Raum. Die Welt…