Der Spiegelpfad

1 Minute

Im fahlen Reich, wo Truggebilde thronen,
wird Schattenwurf zum Stolz der Einsamkeit.
Wo falsche Lichter im Zwiespalt wohnen,
verliert sich Glück in stumme Ewigkeit.

Der blinde Flug ins bodenlose Schweben
bricht ein Gemüt in schweigend kaltem Schmerz. Verbannt in Nacht, erstarrt das eigne Leben
im starren Panzer aus antikem Erz.

Ein Reif aus Eisen legt sich um die Sinnen,
er schnürt den Geist in enge Kreise ein. Wer
dort verweilt, kann keinem Sturz entrinnen,
bleibt fremd im Echo und im leeren Schein.

Du schenkst dem Trug den Glauben deiner Tage,
doch wehrst dich blind gegen der Liebe Wort.
Du raubst ihr Licht mit Masken ohne Klage
und trägst die Wahrheit wie ein Fremder fort.

So schreitest du auf gläsernen Alleen,
verwechselst Sehnsucht mit dem Augenblick.
Lässt dich im Kelch von falschem Trost ergehen,
doch kehrt kein Echo je zu dir zurück.

Du greifst nach Scherben, die wie Golde gleißen,
und weihst dem Morgen eine falsche Pflicht.
Lässt das Lebendige im Jetzt zerreißt,
damit das Traumbild nicht in sich zerbricht.

Bis buntes Glas im Weltenwind zerspringt,
die nackte Wahrheit dich ins Dasein zwingt: Nur
wer den Schmerz im tiefsten Kern durchdringt,
erlöst das Licht, das wahre Freiheit bringt.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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