Das Echo eines Augenblicks

1 Minute

Wie Nebel, der im Abendrot verweht, so
sucht mein Geist den Weg zu deinem Licht.
Ein stummes Flehen, das im Wind entsteht,
doch deine fernen Ufer nicht zerbricht.

Ich strecke meine Hand dem Äther hin,
wo Welten starr in ihrer Kälte stehn,
und weiß in meinem einsamen Beginn:
Ich will dich nur ein einziges Mal ersehn.

Berühre mich. Ein kurzes, zartes Streifen,
als fiele Tau auf eine welke Pracht. Lass
unsere Finger flüchtig ineinandergreifen,
bevor uns wieder trennt die tiefe Nacht.

Dann wären wir für ewiglich verbunden,
ein Band, das keine irdische Macht zerreißt,
und hätten wir das Heil noch nicht gefunden,
so wüssten wir doch, was Unendlichkeit verheißt.

Und jene Zeit, die uns danach verbliebe,
wenn sich die Hand aus dem Verlangen löst,
enthielte einen lichten Hauch von Liebe,
der sacht an unsere fernen Seelen stößt.

Und wären es Sekunden nur im Strome,
ein kurzer Blitz im grauen Weltenlauf, wir
bauten uns aus Licht zwei Herzensdome,
und gäben uns dem Schicksal niemals auf.

Du hättest es im tiefsten Kern gespürt, ein
Beben, das den Horizont erhellt. Hättst
meine Hand ein zweites Mal berührt,
ganz sanft, entrückt der lauten, kalten Welt.

Ein ungestörter Moment im ewigen Kreisen, wo
Zeit und Raum vor Ehrfurcht stumm verglühn,
um uns auf jene Bahnen hinzuweisen, auf
denen nur die reinsten Blumen blühn.

Die kluge Urteilskraft mag bitter klagen,
sie nennt es Wahnsinn und ein leeres Spiel.
Sie will das Hoffen aus dem Herzen jagen
und setzt der Sehnsucht ein Gesetz, ein Ziel.

Doch wenn die Schatten durch die Räume
gleiten, und jeder Zweifel in der Nacht versinkt,
dann flüstert uns der Traum aus fernen Weiten:
„Versuch es!“, bis das Lied der Liebe klingt.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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