Der Alchemist der Schuld

2 Minuten

Im Zerrspiegel der fremden Erwartung,
wo deine Maske stumm im Schatten weint,
suchst du im Außen flehend nach Erbauung,
weil dir das eigene Wesen fremd erscheint.

Du flüchtest vor der inneren Begegnung,
trägst Stolz als Panzer um ein hohles Herz,
versagst dir selbst die allererste Segnung
und linderst durch Erhöhung deinen Schmerz.

Ich trug das Joch von deinen Schattenspielen,
nahm deine ungeliebte Last auf mich.
Wo blinde Könige um Schmerzen dealen,
erlosch mein eigenes, lebendiges lch.

Du musstest meine Lebensfreude brechen,
um deiner Ohnmacht kurz zu entfliehen,
begannst dich mit dem Schweigen zu rächen,
um dich ins giftige Recht zu ziehen.

Die Welt ward uns zum düsteren Verließ,
wo jeder Blick ein scharfes Messer war.
Ich spürte, wie ich mich im Kern verwies,
und opferte mich deiner Schuld am Altar.

Doch Tränen fließen, um den Staub zu waschen,
ich breche auf und lasse dich zurück. Wir
können nicht im fahlen Rauch veraschen,
ich geh und suche mein verlor’nes Glück.

Schau, die Zeit heilt die zerbrochenen Glieder,
der Abstand schenkt dem Geist ein neues
Licht. Ich seh dich nicht als Feind im Dunkeln
wieder, die alte Wut verliert ihr Tongewicht.

Du trugst die Schuld, weil du sie nicht konntest
tragen, ein Kind, das tief im Seelenkeller friert,
welches unfähig, die Wahrheit je zu fragen,
sich im Labyrinth des Egos stur verirrt.

Ich reiche dir die Hand im Geist, von Ferne,
nicht um zurückzukehren in die Nacht. Doch
ich entlasse dich ins Licht der Sterne, weil
Mitgefühl die stärkste Freiheit hat vorgebracht.

Ich danke dir für diesen schweren Spiegel, durch
den ich meine eigene Kraft hab erkannt. Die Schuld
verliert ihr schweres, dunkles Siegel, wir sind
versöhnt, und gehen mit uns selbst Hand in Hand

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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