Du hast dein Herz an sie verloren,
willst mich doch auch nicht ganz erlösen.
Ein stummer Abschied, tief geschworen,
im Zwiespalt zwischen Gut und Bösen.
Ich seh‘ in deine müden Augen, ihr
Glanz ist längst im Grau verblasst. Du
musst mir meine Hoffnung rauben,
obwohl du diesen Abschied hasst.
Wo ist die Liebe nur geblieben,
wo zog die Wärme heimlich hin?
Wer ohne Feuer lernt zu lieben,
sieht im Bestehen keinen Sinn.
Du suchst in ihr ein Spiegelbild, das
längst im Strom der Jahre sank, und
spielst ein Trauma, sanft und mild,
an dem dein eignes Wesen krank.
Wer Liebe nur als Pflicht versteht,
weil Angst den nächsten Schritt diktiert,
der spürt nicht, wie der Wind sich dreht,
und wie er sich im Kreis verliert.
Wir flüchten vor dem leeren Raum,
den das Geständnis uns reißt auf,
und klammern uns an einen Traum,
und nehmen jeden Schmerz in Kauf.
Es ist der Trug der Einsamkeit, der
uns an falsche Retter bindet, bis
tief im Strudel dieser Zeit die
letzte Wahrheit still verschwindet.
So nimm die Maske vom Gesicht,
schau in den Abgrund, der uns trennt.
Es brennt in uns kein echtes Licht,
das diese Dunkelheit verbrennt.
Drum löse ich die alten Bande und
wünsche dir das größte Glück.
Vielleicht kehrt aus dem fernen
Lande dein wahres Herz zu dir zurück.
Und bin ich dann vergeben, ist
mein Weg für dich nicht länger frei,
wird unser Schicksal sich vollenden –
ganz ohne Reue, schmerzfrei, treu.

Dana Stella Schuhr

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