Seelenwelten von Dana Stella Schuhr


Kategorie: Gedichte

  • Wenn Herzen sich finden Wir gingen getrennt uns’re eigenen Wege, ohne ein Suchen, das keiner von uns pflegte. Kein Planen, kein Hoffen auf das, was geschieht – doch fand uns das Schicksal und sang unser Lied. Sonor und beruhigend bricht es das Schweigen, lässt klugen Verstand mit Herzenswärme zeigen. Dein Humor lässt mein Herz tanzen…

  • Das zweite Herz Dein erster Blick fiel auf mein leises Wort, der zweite traf mein wartendes Gesicht. Ein Funke trug uns aus dem Alltag fort, getaucht in ein noch nie geseh’nes Licht. Ein warmes Sehnen hielt uns sanft umfangen, ein tiefes Spüren, das kein Wort beschreibt. Zwei Seelen, die den gleichen Weg gegangen, bis keine…

  • Im Schatten der Projektion Ich liebte deine Worte sehr, sie brachten Licht in meine Nacht. Nun wiegt mein Herz so bang und schwer, das einst vor Freude hat gelacht. Ich las das Bild, das ich mir schuf, in deine Zeilen blind hinein. Es war des eignen Schattens Ruf, im Du die Rettung zu erseh’n. Ich…

  • Herzblut: Die Anatomie des Verlusts Das Herz, das bricht, verweigert das Diktat, weil Tinte nicht den tiefen Schmerz benennt. Es wählt den stummen, roten Pfad, der sich als Spur ins weiße Laken brennt. Was man bespricht, verblasst im Zeitenlauf, die Worte weichen einer fahlen Spur. Doch bricht der inn’re Strom der Trauer auf, trotzt dieses…

  • Im Umriss der Stille Wenn sie ein Netz aus Silben webte, das leise durch das Dunkel rann, erschrak sie, wie ihr Inneres bebte, wenn ihr Gespräch mit sich begann. Es war der Ruf aus tiefen Schichten, der ungeliebte, alte Schmerz, den kein Verstand konnt’ je schlichten, er drückte tonnenschwer ihr Herz. Sie floh hinein in…

  • Im Labyrinth des Schweigens Wenn die Welt im Außen stumm verblasst, und der Pfad im Nebel sich verliert, trägst Du schwer an Deiner Zweifel Last, die Verstand und Wille jäh gefriert. Der Verstand baut Mauern aus Kritik, sucht im Gestern nach dem alten Schmerz. Er verstellt den ungetrübten Blick, und belügt das tief verängstigte Herz.…

  • Maskerade des Lobes Welch eine Lehre, dich zu kennen, Dein Stolz blickt kühn auf die Bilanz. Man möchte dich fast einzig nennen, im Schein von nackter Ignoranz. Trug deine Sippe schon vor Zeiten derselben Namen festes Band? Kamst du durch Kindheitstage dreisten mit einem Hammer in der Hand? Dir Recht zu geben wär‘ Verwegenheit, da…

  • Sehnsucht nach dem fernen Strand Ein Duft von Blüten wiegt sich sanft im Wind, wo reife Orangen in der Sonne glühen. Mein Sehnen zieht dorthin, wo Träume sind, wo goldne Zitronen an den Hängen blühen. Ein tuckernd Boot zieht Spuren durch das Blau, vom fernen Ruf der Möwen sanft begleitet. Sie kreisen frei in heller…

  • Flügel aus Vergebung Getragen von des Windes sanftem Wehen, wie eine Feder leicht im Weltenraum, darf ich dem Fluss des Daseins übergehen, und loslassen, so wie ein schöner Traum. Wie eine Mutter, die ihr Kind entlässt, damit es frei auf eignen Wegen zieht, lös ich das Band, das mich im Gestern hält, bis auch der…

  • Die Brücke der Transzendenz Durch Wüsten, die im Schweigen ruhen, zog ich mit wundgelaufnen Schuhen, vorbei am Lärm der eitlen Welt, wo nur dein Blick mein All erhellt. Ich brach der Seele stolze Krone, auf dass ich blind im Opfer wohne. Gab jeden Halt, gab jeden Sinn, für einen Hauch von Nähe hin. Das Universum…

  • Die gläserne Hülle Gefangen in Schichten, in Hüllen aus Zeit, erzählt die Geschichte von Gestern das Heute. Wo ist die Vernunft, die vom Ich uns befreit. Das Gestern macht Morgen zur Beute. Ein Meer voller Leere, ein Sturm voller Geist, Gedanken, die singen, was niemals geschah. Wer ist dieses Wesen, das „Ich“ sich doch heißt?…

  • Der späte Schmerz Du brichst ihr Herz mit leichtem Sinn, gibst dich dem wilden Leben hin. Doch brennt das Feuer erst zu Asche, greift die Erinnerung in die Tasche. In einem stillen, fernen Moment, den dein Verstand noch gar nicht kennt, taucht ihr Gesicht vor dir wieder auf, und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Du…

  • Das stoische Reich Hinter Mauern, kalt und schwer, sinkt das Licht ins Weltenmeer. Doch wenn die Welt in Trümmer bricht, löscht das den inneren Funken nicht. Was draußen stürmt, was uns bedroht, berührt des Geistes festes Boot. Das Leben quillt aus Fug und Rand, wir bauten Schlösser in den Sand. Vergossen Tränen um den Schein,…

  • Das Erwachen der Freiheit Es schlägt das Pendel in der linken Brust, belebt von neuer, ungezähmter Kraft. Es flieht der Schatten namenloser Lust, die sonst nur Schwere in der Seele schafft. Der alte Gram, der stumm das Herz belagert, weicht einem Licht, das durch die Dämmerung bricht, und was im Innern schmerzvoll eingefasst, verliert im…

  • Die Maske des Daseins Das Glück verblasst in diesen trüben Tagen, der Körper schwankt, die Seele brennt in Schmerz. Wir sinken tief in Fluten schwerer Fragen, und stumm verzweifelt das gebeugte Herz. Der Preis ist hoch, das Dasein heißt Verzicht, ein Tauschgeschäft, das erst am Ende tagt. Wir jagen nach dem falschen Morgenlicht, während die…

  • Das Echo der Gezeiten Dein Lippenhauch – ein nie erreichtes Ufer, deine Hand – ein warmer Strom auf kalter Haut. Ich rufe deinen Namen wie ein Schiffbruch- Rufer, der stumm in die geschwollne Brandung schaut. Dein Blick liegt tief im Nebel grauer Meere, kein Leuchtturm führt mich mehr zu dir zurück. Doch durch die kalte,…

  • Die Heimkehr der Träume Wo sind sie nur, die bunten Bilder, die einst den jungen Geist belebt? Der Blick auf diese Welt war milder, weil Sehnsucht uns empor gehebt. Ein manches Bild war eitel Blendung, und manches glänzte pur und rein, wir suchten Schicksal und Vollendung und wollten wie die Götter sein. Wir hatten wenig,…

  • Im Takt der kalten Tränen Es brennt der Fackeln roter Schein, er lodert düster in den Venen, sucht Trost für meinen Schmerz allein, im Glanze zischen kalte Tränen. Ein stummer Strahl berührt mein Ich, bricht ein in meine Erdenhülle; des Winters Dunkel brach einst mich, des Sommers Blick ist starre Stille. Das Feuer knistert matt…

  • Die Brücke aus Licht Wer jedes Maß an Scheu vergisst, und rücksichtslos die Welt begeht, verkennt, dass er nur Schatten frisst, während sein Bild im Licht verweht. Doch blickt er nie ins eigne Sein, bleibt ihm der Geist ein fremdes Land, er sperrt die Einsicht bebend ein und baut sein Haus auf bloßem Sand. Wo…

  • Die Brücke der Transzendenz Durch Wüsten, die im Schweigen Ruhen, zog ich mit wundgelauf’nen Schuhen, vorbei am Lärm der eitlen Welt, wo nur dein Blick mein All erhellt. Ich brach der Seele stolze Krone, auf dass ich blind im Opfer wohne. Gab jeden Halt, gab jeden Sinn, für einen Hauch von Nähe hin. Das Universum…