Herzensdurst Dein Puls, ein Echo in der Nacht, hat tief in mir den Durst entfacht. Ich folge seinem dunklen Lauf, bis ich an deiner Brust wach’ auf. Dort, wo die Unruh’ Frieden findet, und sich mein Herz an deines bindet. Ich ziehe jene Linien nach, die leise Zunge, feurig-wach. Dein Mund, er flüstert: „Bleib mir…
Mein Name ist Hashimoto Ich bin der Dieb, der leise kommt, der deine Kraft und Zeit geräumt. Ein Feind, der in der Tiefe thront und sich in deinen Zellen sonnt. Ich bin der Nebel im Verstand, das Zittern in der kalten Hand. Mal bin ich Eis, mal bin ich Glut, ich raube dir den Lebensmut.…
Eine Autobiographische Geschichte. Ich war zu der Zeit Hausfrau,- Ehefrau und Mutter mit 3 Kindern und einer großen 5 Zimmer Wohnung. Dazu kam später noch eine Boxerhündin, namens Dina hinzu. Das hätte manchen ja schon gelangt aber ich hatte zusätzlich mehrere kleinere Putzjobs. Nicht weil ich nichts gelernt habe: ich war Sopranistin und ausgebildet Restaurantfachfrau.…
Hashimoto: Wenn dein eigener Körper zum ungebetenen Gast wird Stell dir vor, du wachst auf und fühlst dich, als hättest du die Nacht durchgearbeitet – dabei hast du zehn Stunden geschlafen. Stell dir vor, dein Gehirn liegt in dichtem Nebel, Worte entgleiten dir, und deine Kleidung wird enger, obwohl du kaum etwas isst. Das ist…
Im Schatten des Abschieds Verstummen soll die süße Weise, von deinem Schwur kein Wort mehr her. Die Welt dreht sich nun leise, leise, und jeder Atemzug wird schwer. Schenk mir… nicht jenen Blick, den milden, der einst wie Blitz mein Herz berührt. In meinen Träumen, jenen wilden, hat er mich nur ins Nichts geführt. Bewahr…
Vom Warten und Wagen Wart’ nicht zu lang mit jenen Worten, die schwer in deinem Innern beben. Gefühle, die an dunklen Orten sich stauen, fordern ihren Segen. Denn was man heute lösen könnte, bevor die große Leere bricht, ist das, was uns als Heilung gönnte, ein wärmend’ Wort, ein helles Licht. Pack’ Mut und Einsicht…
Bedingungslos Ganz gleich, was fremde Stimmen weben, wie sie mich tadeln oder seh’n, ob sie mein Lachen spöttisch beleben oder mich einfach nicht versteh’n. Ob unweiblich, ob kindlich-wild, es ist vollkommen gleich – ich hab doch dich. Du bist mein Hafen, bist mein Schild, du kennst das wahre Herz in mir. Egal, wie schwer die…
Der letzte Schritt Nun sank die Stille, weich und schwer, der alte Schmerz – er wohnt nicht mehr. In tiefem Schweigen, fern und klar, vernahm ich, was zu sagen war: „Geh nun.“ Da öffneten sich Wege weit, aus Licht gewebt, aus neuer Zeit. Was eben noch im Nebel lag, ward Sicht und Chance und heller…
Das Fundament der Burg Du wähltest ihn, weil er dich wirklich sah, nicht für den Glanz, nicht für das Gold der Welt. Sein Lachen war dir in der Stille nah, ein Herz, das dich in rauen Nächten hält. Doch kaum dass er den Platz an deiner Seite fand, verlangst du plötzlich, dass er sich verbiegt?…
Du verliebst dich in einen durchschnittlichen Mann. Nicht in den Typen mit Millionen auf dem Konto, nicht in den durchtrainierten Überflieger, sondern in den, der dich ehrlich liebt, dich zum Lachen bringt und dir das Gefühl gibt, gesehen zu werden. Und kaum ist er an deiner Seite, sollen sich plötzlich all seine Eigenschaften ändern, damit…
Bittere Wahrheit Samstag für Samstag in der dämmr’gen Halle, bewahrt ihre Haut den Glanz der fernen Sonne. Im Silber rührt sie, fern von jeder Wonne, den Cognac um, im leisen Widerhalle. Noch sucht sie das, was schwand mit lautem Falle, die Hoffnung bleibt die letzte, trübe Bronne. Sie wartet stumm, als ob sie Zeit gewönne,…
Ewiges Blau Stiller werd‘ ich, wenn es regnet, lauter rauscht nur die Natur. Sehnsucht ist’s, die mich nun segnet, lockend ruft mich das Azur. Blühen fern die Sommerwiesen, seh‘ ich noch dein Angesicht. Wo sich Licht und Schatten grüßen, pflück‘ ich das Vergissmeinnicht. Bald wird Winters Klage wehen, auf den Wimpern kahler Weiden, die im…
Ein falsches Wort Ein falsches Wort, ein Blick zu viel, schon schweigst du stolz im Gegenspiel. Distanz wird zwischen uns zur Mauer, aus dickem Kopf und Herzensdauer. Das Recht zum Groll hab ich gelassen ganz dir allein – ich kann’s kaum fassen. Ich spür genau, in deinem Sinn ist heut kein Platz für das, was…
So manches Wort Manch Wort will erst in Stille reifen, hält lange im Verborg’nen aus. Ein and’res lässt sich kaum begreifen, strömt lustvoll plätschernd schon heraus. So manches Wort erscheint befangen, weiß nicht, woher es wirklich stammt. Ein and’res wird zum Schmerzverlangen, das den Empfänger jäh entflammt. Doch manches Wort birgt tiefes Lieben, lässt Frieden…
Baum-Sex Nun haltet eure Äste fest und sichert eure Wurzeln. Ich blase jetzt aus Nord- Nord-West, bis eure Blätter purzeln.“ So rief’s der Wind den Bäumen zu … in Wäldern und an Straßen. Erst wenn ihr nackt seid, geb ich Ruh, mit mir ist nicht zu spaßen.“ Er heult und pfeift: Jetzt wird gekämmt“ um…
In blauen Tiefen Kaum fassbar, wie in jenen Augen, die tief wie dunkle Glyphen steh’n, die Lieder meines Schicksals tauchen, um dort im Blauen aufzugehen. Ich wage mich auf jene Meere, die Seele wird zum Segel nun, bis ich am fernen Ufer kehre, um sanft in deinem Sand zu ruh’n. Wo Feuer fern am Himmel…
Das Erwachen Ein Baldachin aus Rügen-Flicken, weit gespannt ums Himmelszelt. Lampen, die die Sonn’ ersticken, Nacht behütet matte Welt. Lau und seicht und voller Segen, wiegt die Flut uns sanft in Ruh’. Wär’ ich nicht dem Strom entstiegen, schlöß’ ich auch die Augen zu. Netze weben aus Vergessen, hüllen uns in Seide ein. Ganz vom…
Das Leuchten unter dem Eis Man gab mir Augen, hell und klar, zu fassen, was an Glanz erscheint. Doch niemand sagte, wie es ist, wenn man durch sie die Welt beweint. Ein Herz ward mir ins Fleisch gelegt, zu schlagen für das Glück allein. Doch niemand sprach vom dunklen Pfad: Dass Lieben auch heißt: Leidend…
Das ferne Leuchten Das Meer ist schwarz, der Wind ein Schrei, die Stunden ziehen schwer vorbei. Ich stehe hier am Weltenrand, mit Worten nur in meiner Hand. Ein Leuchtturm, alt und salzverkrustet, der kaum noch um sein Leuchten wusste. Ich schickte Tränen in die Flut, aus Hoffnungslosigkeit und Wut. Ich dachte, niemand hört das Beben,…
Willkommen in meinem Hafen Mein Schreiben, über mich, über meine Gefühls- und Seelenwelten, all das Hinaustragen in die weite Ferne. Mein „So geht es mir“, mein „so fühle ich“,mein „Das bewegt mich“, all das schriftliche Hinausschreien und Worte zu Bildern malen. All das, dient mir und räumt mich auf. Ich verarbeite und schicke Wortfetzen, Zeichen…