Nun sank die Stille, weich und schwer,
der alte Schmerz – er wohnt nicht mehr.
In tiefem Schweigen, fern und klar,
vernahm ich, was zu sagen war:
„Geh nun.“ Da öffneten sich Wege
weit, aus Licht gewebt, aus neuer Zeit.
Was eben noch im Nebel lag, ward
Sicht und Chance und heller Tag.
Ein Ende fand zum Anfang her, das
Herz nicht länger bang und schwer.
Der Wille wuchs, der Mut erwacht,
hat aus dem Zögern Schritt gemacht.
Die Einsicht schenkte mir die Kraft,
die endlich Raum für Liebe schafft.
Denn Liebe ist, wenn man versteht,
dass man im Loslass’n weitergeht.
Ein Leuchten brach durch Tränenbahn,
die Wangen glühten rosig an. Vom
Leben fließend neu durchdrungen,
war nun das Schweigen tief besungen.
Es war die Zeit, die Schuld zu lösen,
zu heilen von dem alten Bösen. Ein
letztes Hadern, kurzer Schauer,
dann brach die letzte, hohe Mauer.
Nun ist es still. Es tut nicht weh. Ich
sagte die Worte: „Ich geh.“ und leicht
ward mir dann um mein Herz, die
Liebe war fort und auch der Schmerz.

Dana Stella Schuhr
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