Ganz gleich, was fremde Stimmen
weben, wie sie mich tadeln oder seh’n,
ob sie mein Lachen spöttisch beleben
oder mich einfach nicht versteh’n.
Ob unweiblich, ob kindlich-wild, es ist
vollkommen gleich – ich hab doch dich.
Du bist mein Hafen, bist mein Schild,
du kennst das wahre Herz in mir.
Egal, wie schwer die Klage wiegt,
wie peinlich mir ein Wort entgleist,
ob meine Seele im Lichte liegt
oder im tiefen Dunkel kreist.
Ob ich im Hoch, ob ich im Tief,
ob weinerlich und ohne Kraft –
du hörst den stummen Hilferuf,
der neue Zuversicht mir schafft.
Kein Ozean ist uns zu weit, kein
Zeiger schlägt die Nähe fort.
In Ruh’ und Tat, in Einsamkeit:
Wir finden uns an jedem Ort.
Was auch geschah, was vor uns liegt,
ist unbedeutend und so klein.
Weil unsere Nähe alles besiegt –
vollkommen egal, ich bin nicht allein.

Dana Stella Schuhr
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