Samstag für Samstag in der dämmr’gen Halle,
bewahrt ihre Haut den Glanz der fernen
Sonne. Im Silber rührt sie, fern von jeder
Wonne, den Cognac um, im leisen Widerhalle.
Noch sucht sie das, was schwand mit lautem
Falle, die Hoffnung bleibt die letzte, trübe
Bronne. Sie wartet stumm, als ob sie Zeit
gewönne, bereit für ihn, im Schatten ihrer…
Falle. Doch wenn die Motten in dem Lichte
sterben, versengt vom Schein, der nur das
Ende kündet, zerbricht die Hoffnung in zehn-
tausend Scherben. Das Warten hat kein…
Feuer neu entzündet. Was bleibt, ist nur
das Ordnen und Verderben, bis sie den
Stuhl im dunklen Schrank verbündet. Der
Spiegel im Flur hat die Blicke getrunken…
er hütet das Antlitz, das niemand mehr sieht.
In Kissen und Decken ist Schweigen versunken,
ein Echo, das leise durchs Treppenhaus zieht.
Doch brennt in der Frühe…
ein Streifen von Klarheit, die Nacht gibt den
Raum an den Morgen zurück. Sie wandelt
den Trug in eine bittere Wahrheit und sucht
in den Schatten ein verlorenes Stück.

Dana Stella Schuhr
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