1. Er achtet darauf, ob du ein eigenes Leben hast. Eine Frau, die ihren Abend für ihn freiräumt, ist nett. Eine Frau, die sagt „Dienstag bin ich schon verplant, aber Donnerstag hätte ich Lust auf dich,“ ist interessant. Der Unterschied? Die eine wartet. Die andere lebt. Und genau diese Lebendigkeit macht anziehend. 2. Er achtet…
Die Frau, die leuchtet – nicht eine von Vielen Ein freier Abend, nur für ihn allein? Das wirkt zwar nett, doch fesselt keinen Mann. Viel schöner ist’s, ein stolzer Geist zu sein, der selbstbestimmt sein Leben führen kann. Wer wartet, bleibt im Schatten stumm zurück, doch wer mit Tatkraft seine Wege geht, zieht Blicke an…
Du musst nicht mehr warten. Manchmal bedeutet Loslassen nicht, dass du aufgehört hast zu lieben. Es bedeutet, dass du müde geworden bist, immer wieder um das absolute Minimum zu bitten. Dass du aufgehört hast, auf etwas zu warten, das nicht mehr zurückkommt. Du hast lange genug gehofft. Auf eine Nachricht, auf eine Entschuldigung, auf den…
Das Lied des kalabrischen Meeres Ein Gruß an das lange Leben aus Tropea, Scilla und Diamante Ein Schritt auf Pflastersteinen, la passeggiata winkt, wenn sanft im Abendwinde das Meer in Gold versinkt. Man geht durch steile Gassen, ganz ohne Hast und Eile, Bewegung schenkt dem Leben die schönste aller Weile. Das tiefe Blau des Meeres,…
Ewig gesucht Wieder klopft das tiefe Sehnen, wie ein Ruf, den Wind verweht. Aus den Träumen, aus den Tränen wird ein Bild herbeigefleht. Wort für Wort schrieb ich dich nieder, suchte dich an jedem Ort. Deine Liebe will ich wieder, Echo ohne jegliche Antwort. Tausendmal im Geist berührte meine Hand dein Angesicht. Wenn die Nacht…
Vom Grund des Vertrauens Wer fest vertraut, braucht keine harten Bande, er lässt die Seele weit und flügelschwer. Die Liebe blüht an keinem Zwangsgestande, sie kommt und geht wie Ebbe und das Meer. Es braucht den Mut, im Schweigen zu verweilen, dem Werden glauben, das im Stillen ruht. Wer hastig greift, will nur zum Ziele…
Der Frieden des Loslassens Ich schweige nun, das Wort verblasst, die Welt dreht sich wie eh und je. Ich werfe ab die schwere Last und spüre, wie ich vorwärts geh. Nicht jeder Sturm verlangt mein Wort, nicht jeder Streit ist meine Pflicht. Ich schicke meine Kräfte fort zu Orten, wo das Dunkel bricht. Die Nachricht,…
Ein Lied der Dankbarkeit Sei dankbar für das frühe Licht, wenn sanft ein neuer Tag beginnt, wenn Mut die Dunkelheit zerbricht und Leben durch die Adern rinnt. Spür den Moment, der Kraft entfacht, und dir zeigt, wer du wirklich bist. Ein Augenblick, der Hoffnung macht, in dem du allen Kummer schnell vergisst. Der Kaffee schenkt…
Im Schatten der Gewohnheit 🖤 Es ist nicht Liebe, die dich fesselt, hält, wenn deine Welt in stumme Scherben bricht. Es ist die Angst, die dir die Falle stellt, das leere Zimmer ohne Trost und Licht. Du fürchtest dich vor Nächten ohne Ton, vor einer Nähe, die dir ganz entweicht. Der Zweifel flüstert giftig: „Gehst…
Das Phantom des Irgendwann Wir bauen Brücken in ein fernes Land, und nennen diese Zuflucht „Irgendwann“. Es ist ein Ort aus Träumen und aus Sand, auf den der Mensch erst morgen hoffen kann. „Wenn mehr Geld da ist“, flüstert uns der Geist, „wenn erst die wilde Flut des Alltags schweigt.“ Ein Aufschub, der uns aus…
Maskenspiel der feigen Seelen Erst warst du Licht, ein warmer Strom, du drängtest dich in mein System. Bautest aus Worten einen Dom, als könnte uns nichts im Wege stehn. Du sprachst von Liebe, tief und rein, zwei Körper, eine Seele bloß. Ich ließ dich blind in mein Herz hinein, dein Werben war so grenzenlos. Du…
Stille Kämpfe 🖤 Ich schweige nun, wenn dunkle Schatten drohen, erzähle niemandem von meiner Not. Die Worte, die mein Herz einst hell bewohnten, verstummen leis, als wären sie schon tot. Nicht meiner Familie, nicht meinen Freunden vertraue ich das schwere Dunkel an. Ich zeige niemandem die tiefen Wunden, den Schmerz, den ich nicht mehr ertragen…
Lass sie gehn – und bleib bei dir Wenn jemand dich nicht mehr verstehn will, und Worte nur im Wind verwehn, wenn jemand eigene Wege gehn will, dann lass ihn einfach schweigend gehn. Versuch nicht, falsche Kraft zu zeigen, wo keine Liebe Antwort gibt. Wenn Stimmen brechen und schweigen, lass los was dich nicht länger…
Die Emanzipation der niedlichen Puppe Du suchst erneut nach meiner Nähe, als ob ich bloß dein Spielzeug sei. Damit ich nicht den Trug verstehe, nennst du mich „Baby“ nebenbei. Du sehnst dich nach den alten Tagen, die längst in mir verblasst und tot. Als wir uns nur noch bitter trafen und Bande rissen in der…
Die Freiheit der Stille Es kommt der Tag, an dem das Hoffen weicht, an dem dich keine Antwort mehr berührt. Weil deine Seele still das Ziel erreicht und sich von alten Banden frei verspürt. Zu Anfang brennt der Wunsch noch tief in dir, du suchst nach Zeichen, die das Schweigen bricht. Das Telefon wird stetig…
Die Heilung des inneren Kindes Wenn Blicke weichen und das Schweigen spricht, erzwinge dir ihr wahres Wort doch nicht. Wer dich verkennt, den hülle in Geduld – such nicht beim inneren Kind die alte Schuld. Was du im Innern spürst als lauten Schmerz, ist oft das Schattenreich, ein fremdes Herz, das eigene Wunden auf die…
Der Schirokko fegte heiß durch die Gassen von Marzamemi, einem kleinen Fischerdorf im Süden Siziliens, während die Sonne den hellen Stein ausdörrte. In der Bar von Nonna Francesca klapperten die Espressotassen. Nonna Francesca, eine resolute Frau mit einer Schürze, die immer nach frischem Basilikum und wildem Thymian roch, dirigierte das dörfliche Treiben mit lauter Stimme.…
Spuren im Spiegel Der Blick bleibt starr am fremden Bild gebannt, sucht dort den Fehler, den man selbst nicht sieht. Was man in sich noch niemals hat erkannt, wird auf das Du gelegt, bis Nähe flieht. Man deutet blind, was man nicht greifen kann, und biegt die Wahrheit, bis sie passend scheint. Die Schuld beginnt…
Schattenfütterung Ein Schatten, der im Spiegel tanzt, ein Ruf, der ungehört verhallt. Du glaubst, dass du die Liebe pflanzt, doch vor dir bleibt die Mauer kalt. Ein Krumen Licht, ein kurzes Wort, das deinen Hunger füttern will. Kaum greifst du zu, ist er schon fort, und in der Seele wird es still. Er fesselt dich…
Das Kompliment aus der Hölle Es war mir eine wahre Lehre, dass ich dich kennenlernen durfte. Wo andere strahlen mit Chapeau, da glänzt bei dir das Loch im Ohr, weil Sonne durch die Ohren scheint – ich hab das gar nicht bös gemeint! Dein Selbstbewusstsein flasht mich sehr, schaut.man sich deine Fakten an. Und sag…