Ein Tag im Mai Wenn sanft der Mai die Knospen bricht, fällt auf den Tag ein helles Licht. Man rüstet sich mit bunten Gaben, will an der Mutter Freude haben. Doch hinter Blumen, Glas und Schein, zieht oft die bange Frage ein: Ist dies ein Fest der Herzlichkeit – oder ein Zoll an eine Pflicht,…
Das eigene Maß Es fließt ein Strom in deinem Blut, der weder Arzt noch Urteil braucht. Ein Funke Gott, ein Quäntchen Mut, das leise durch die Seele haucht. Menschlichkeit ist kein Gesetz, kein starres Blatt, kein totes Wort. Sie ist das fein gewebte Netz, das uns trägt an jedem Ort. Gesundheit ist nicht nur die…
Der stille Gast Die Stunden rennen, der Takt ist laut, wir haben geschuftet und gebaut. Die Liste hakt die Pflichten ab, so halten wir uns ständig selbst auf Trab. Doch während wir so emsig eilen,- vergaßen wir, kurz zu verweilen. War da ein Leben zwischen den Taten?Oder nur Pläne und Warteschleifen-Raten? Wann floss das Sein…
Warten ohne Dich zu verlieren Ein leises Warten, Raum und Zeit, die Hand zur Anpassung bereit. Du gibst ihm Chance, du gibst ihm Licht, doch dabei siehst du dich selbst nicht. Du redest dir die Zweifel klein, willst doch nur voller Güte sein. Doch während du geduldig bleibst, du deine eigne Kraft zerreibst. Er lernt,…
🎶 PASTA! BASTA! WUNDERBAR! 🎶 Abends spät und in der Nacht, hast du meine Gier entfacht. Bist so heiß und wunderbar- deine Form ist makellos und klar. Nun liegst du endlich vor mir hier… Zitrone träufle ich auf dir! Ich zücke sanft mein scharfes Messer, denn nichts auf Erden schmeckt mir besser. Du Schnitzel –…
Stiller Abschied Ich liebe dich noch, doch die Farben verblassen, ich liebe dich leise, im Gehen, im dich- Lassen. Nicht mehr wie am Anfang, mit brennendem Licht, nur noch als Müdigkeit, die in mir spricht. Ich wache auf und dein Schatten ist da, kein schöner Traum, doch noch immer so nah. Eine Erinnerung, die wie…
Das Licht unter dem Nebel Die Seele schreit, das Herz ist stumm, die Welt dreht sich bleischwer herum. Du trägst die Last, du suchst den Sinn, und fragst dich: wo führt das alles hin? Doch hör mir zu, verlier dich nicht: Dies ist ein Kapitel, noch nicht das Gedicht. Ein weicher Stoff, ein tiefes Atmen,…
Vom Mut des Loslassens! Ein leiser Abschied, schwer und sacht, das Licht verblasst, das uns erhellt, was gestern uns noch glücklich macht, entgleitet nun der eignen Welt. Man möchte halten, was man liebt, die Augenblicke fest umschlingen, doch was der Augenblick uns gibt, will in das Morgen weiterklingen. Zerreiß das Netz der alten Sorgen, vertrau…
Achtundsechzig Jahre – und noch immer nicht den Mut, zu sagen, was man fühlt, wenn man dem anderen weh tut? Du schmückst dich mit dem Leben, mit dem Fest und dem Wein… doch hinter der Fassade bleibst du wortkarg und klein. „Unbeschreiblich“ war gestern, heut ist es nur kalt, dein Schweigen ist Waffenruhe, die in…
Vom Raum zwischen den Zeiten Die Welt wird still, das Licht wird weit, es weicht, was war, aus dieser Zeit. Manch Abschied fühlt sich schwer und leer, als gäbe es kein Morgen mehr. Doch was dich verlässt, was von dir geht, ist nur der Wind, der Altes weht. Es ist kein Strafen, kein Verlust, nur…
Heute, am 4. Mai nun wirst du achtundsechzig Jahr’, ein Alter, das mal voller Stolz und Ehre war. Doch was sind Zahlen wert, was zählt ein stolzes Wort, wenn du es brichst und… gehst einfach wortlos fort? „Unbeschreiblich“ so nanntest du das Gefühl zu mir, doch seit Juni führt kein Weg mehr zu deiner Tür.…
Heimkehr zu mir Das Leben fordert, drängt und treibt, stellt Hürden in die Bahn, und was an Mühsal übrig bleibt, fängt stets von vorne an. Der Alltag lärmt, die Stunde flieht, man rennt im fremden Takt, bis man das Licht im Innern sieht, das leise sich entpackt. In meines Herzens tiefstem Grund kehrt sanft der…
Mai-Sonne, Juni-Frost Achtundsechzig Jahre zählt nun deine Zeit, am vierten Mai wär’s für ein Fest bereit. Man sagt, das Alter schenke Weisheit und Verstand, doch du zogst… dich zurück in ein namenloses Land.„Unbeschreiblich“ war die Liebe, so hast du es genannt, doch seit letztem Juni bist du wie weggebrannt. Ein ganzes Jahr fast herrscht nun…
Der Verrat Nicht das Eisen tief im Fleisch, nicht das Blut- das langsam kreischt, nicht der Schmerz, der Dunkel lacht- ist es was dein Ende macht. Du atmest ein, du atmest aus. Das Blut tropft langsam aus dir raus. Doch etwas zerrt dich in den Bann, wer war es? Wer tat dir das an? Ein…
(übersetzt: das wieder in die richtige Position setzen, bis es stimmig für alle ist. Diese Praxis heißt Ho’oponopono. Sie stammt aus einer alten hawaiianischen Heiltradition. Über Jahrhunderte wurde sie von Heilern, den Kahunas, genutzt, um Konflikte in Familien zu lösen und Harmonie in Gemeinschaften wiederherzustellen. Nicht als bloße- oft stundenlange Zeremonie. Sondern wie eine präzise…
Die Liebe findet dich Suche nicht nach dem Glück der zwei, denn Liebe ist von Jagd stets frei. Der Mensch, der wirklich zu dir passt, kommt ohne Zwang und ohne Hast. Kein Jagen hilft, kein Flehen nützt, wenn man das Herz zu sehr beschützt. Denn wer für dich bestimmt, mein Freund, hat nachts denselben Traum…
Er meldet sich tagelang nicht. Kein Lebenszeichen, keine Nachfrage, kein echtes Interesse spürbar. Und dann taucht er auf mit einem lockeren „Na, alles klar bei dir?“ Schick ihm da Kurzatmigkeit, Fragezeichen im Kopf, ein flaues Gefühl im Bauch. War ich ihm die ganze Zeit egal? Bin ich nur gut für zwischendurch? Genau hier liegt der…
Leeres Echo Ich stehe dort, wo Wege enden, im Niemandsland der Zeit. Mit leeren, aufgerauten Händen, und Tränen, die nach Gestern schrei’n. Der Wind… weht kühl durch meine Risse, die niemand sieht und keiner kennt. Es sind die stummen Finsternisse, in denen man sich selbst verbrennt. Ein jeder Schritt auf neuem Boden fühlt sich wie…
Gelebte Zeit Die Tage eilen, fremd und geschwind, als wären wir Geister, die namenlos sind. Wir haben geschafft, wir haben getan, doch zog das Leben nur nebenan? Ein Uhrwerk nur, das rastlos schlägt, das Pflichten häuft und Lasten trägt. Doch wo war das Fließen, der tiefe Sinn, wo gab man sich ganz dem Momente hin?…
Der stille Beobachter Im Lärm der Welt, im Drang der Zeit, da herrscht der Geist, der nach Struktur oft schreit. Der Verstand, er plant, er rechnet, wiegt, während das Ego gern am Ende siegt. Es will die Macht, den Glanz, den Schein, und fürchtet stets, nicht gut genug zu sein. Das Herz schlägt wild, ein…