Der eigene Wert

1 Minute

Treuebruch ist seine Wahl, nicht
meine Last, nicht meine Pflicht.
Wer das riskiert, was uns verband,
der blickt mir nicht mehr ins Gesicht.

Ich suche nicht nach Spur und Schein,
will kein Detektiv im Bunde sein.
Kein Kontrollblick, kein Verdacht,
der mir die eigne Ruhe bricht.

Weil ich um meinen Wert wohl weiß,
zahl ich nicht jeden Liebespreis.
Wer gehen will, der bricht das Band,
die Schuld bleibt ganz in seiner Hand.

Denn Liebe atmet ohne Zwang, sie
zieht an keinem Leinenband. Zwei
Herzen, die sich frei vertrauen,
stehn fest auf eignem Fundament.

Bricht nun die Säule aus der Pflicht,
such ich nach Ausflüchten mir nicht.
Ich fordere kein Geständnis ein,
kein Flehen heilt ein krankes Sein.

Die Stärke liegt in mir bereit, sie
trägt mich durch die Dunkelheit.
Das alte Wir, ein hohes Gut,
das nun in kalter Asche ruht.

Wo Ego ist und Bequemlichkeit,
erstickt des Stolzes Restlichkeit, da
bettle ich nicht um Loyalität, wenn
schon der Wind des Verrats verweht.

Wer feige bricht was groß gedacht,
hat sich nur selbst um sein Glück
gebracht. Ich halte keine Hände mehr,
die greifen nach dem Gegenverkehr.

Mein Herz bleibt heil, mein Blick bleibt
klar ich schütze, was mein Inneres war.
Kein langes Warten, kein Verharren,
ich spiel für niemanden den Narren.

Sein Handeln bleibt bei ihm allein,
doch meine Antwort wähle ich.
Ich könnte ihm zwar noch verzeih’n –
doch ohne Glauben dreh ich mich.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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