Du bist genug Du musst der Welt absolut nichts beweisen, musst weder lauter noch viel stärker sein. Du brauchst nicht durch die fremden Bilder reisen, die andere malen, unbedacht und klein. Denn du bist gut, genauso, wie du lebst, im hellen Licht und auch in dunklen Tälern. Mit jedem Traum, nach dem du leise strebst,…
Scherbenblüte Die Seele in Scherben, die niemand mehr fügt, kein Balsam, der hilft, und kein Wort, das genügt. Du weißt nun: Was war, wird für immer bestehen, kein Wind lässt die Spuren im Innern verwehen. Der Schmerz ist ein Mahner, die Wunde bleibt wach, du stelltest dich mutig der Schande, der Schmach. Mit offenem Blick…
Das Licht der inneren Kraft Ein jeder Gedanke, so leise und rein, trägt tief in sich drinnen ein winziges Licht. Es fängt im Verborgenen an, hell zu sein, bis sanft es die Dunkelheit um uns zerbricht. Dein Fühlen webt weiter am seidenen Band, das Herzen verbindet und Seelen berührt. Es lenkt deine Schritte, es führt…
Lichtblick der Träume Ein Tag, an dem sich Träume sonnen, und Zuversicht den Raum erhellt, hat unser Leben neu begonnen, weil sich der Wille zu uns gesellt. Es wartet nicht auf ferne Zeichen, auf Zeit, die ungenutzt verrinnt, es lässt den Staub der Jahre weichen, bis wir im Jetzt lebendig sind. Wir schauen mutig nun…
Vom Vergehen und Verstehen Ein Lied erklingt, ein Bild bricht ein, ganz ungefragt und ohne Mut. Auf einmal bist du nicht allein, weil eine alte Sehnsucht ruht. Ein Blick, der längst vergangen ist, ein Lachen, das die Luft getragen. Du merkst, wie sehr du wen vermisst, nach all den Jahren, all den Tagen. Was damals…
Stoßgebet in stürmischer Nacht Die Nacht ist wild, der Sturm zieht auf, mein lieber Mann, leg noch eins drauf! Fang bitte gleich von vorne an, zeig mir, was ein Kerl so kann. Dein Einsatz war von kurzer Dauer, ein winzig kleiner Sommerschauer. Das war wohl nix, das war zu schlapp, du schaltetest zu schnell schon…
Ein Jahr und kein Vergessen Ein Jahr zog zäh am Horizont vorbei, ich dachte, Zeit macht meine Seele frei. Ich redete mir ein, die Spur verweht, doch spür ich, wie dein Geist durchs Zimmer geht. Ein Lied, ein Duft, ein Ort im fahlen Licht, ein Blick zum Himmel – und dein Angesicht ist plötzlich nah,…
Gläserne Gärten Nicht weit vom Schatten jener Pforte, die still zu meiner Seele führt, verbergen sich verstummte Worte, von tiefer Einsamkeit berührt. Doch wenn der Wind die Scheiben streift, erzittern leise Klänge wieder. Was lang im dunklen Schweigen reift, fällt sanft wie Tau auf Blätter nieder. Hier geht ein Wispern durch die Blätter, ein Raunen…
Es gibt diesen einen Menschen, an den du manchmal völlig unerwartet denkst. Nicht jeden Tag, nicht ständig. Aber manchmal reicht ein Lied – und plötzlich steht diese Person wieder mitten in deinen Gedanken. Du erinnerst dich an die Stimme, an das Lachen, an diesen einen Blick. An all das, was damals selbstverständlich war und heute…
Wo das Meer den Himmel berührt Ein jeder Gedanke, so leise und rein, trägt tief in sich drinnen ein winziges Licht. Es fängt im Verborgenen an, hell zu sein, wie ein Stern, der die dunkelste Nacht durchbricht. Dein Fühlen, es gleicht einem weiten, tiefen Meer, das in Wellen der Hoffnung an das Ufer brandet. Es…
Wagnis Herz Wieder die Kreise. Das alte Warum. Stunden vergehen. Die Fragen bleib’n stumm. War es je anders? Ich weiß es nicht mehr. Leise das Gestern. Das Heute wiegt schwer. Wer kränkt uns als Nächstes? Wer spinnt den Betrug. Vom ewigen Zaudern hab ich längst genug. Wer rückwärts nur bangt und die Freiheit vergisst, versäumt…
Frieden im Gesicht Es ist kein Filter, keine Creme, die dir die Jugend still bewahrt. Was deine Züge weich erscheinen lässt, ist deines Geistes sanfte Art. Du gingst durch Stürme, wild und laut, doch Tränen wuschen deine Seele rein. Genau das ließ dich von Schmerz und Groll und Bitterkeit befrein. Wenn Menschen staunend vor dir…
Wenn du jünger aussiehst, als dein Alter vermuten lässt, bedeutet das etwas Tieferes: Es geht nicht um deine Haut, es geht um deinen Geist. Menschen, die jünger wirken, tragen oft etwas Tieferes in sich. Eine Widerstandskraft des Herzens, die die Zeit ihnen nicht nehmen konnte. Du bist durch Stürme gegangen, aber du hast nicht zugelassen,…
1. Er achtet darauf, ob du ein eigenes Leben hast. Eine Frau, die ihren Abend für ihn freiräumt, ist nett. Eine Frau, die sagt „Dienstag bin ich schon verplant, aber Donnerstag hätte ich Lust auf dich,“ ist interessant. Der Unterschied? Die eine wartet. Die andere lebt. Und genau diese Lebendigkeit macht anziehend. 2. Er achtet…
Die Frau, die leuchtet – nicht eine von Vielen Ein freier Abend, nur für ihn allein? Das wirkt zwar nett, doch fesselt keinen Mann. Viel schöner ist’s, ein stolzer Geist zu sein, der selbstbestimmt sein Leben führen kann. Wer wartet, bleibt im Schatten stumm zurück, doch wer mit Tatkraft seine Wege geht, zieht Blicke an…
Du musst nicht mehr warten. Manchmal bedeutet Loslassen nicht, dass du aufgehört hast zu lieben. Es bedeutet, dass du müde geworden bist, immer wieder um das absolute Minimum zu bitten. Dass du aufgehört hast, auf etwas zu warten, das nicht mehr zurückkommt. Du hast lange genug gehofft. Auf eine Nachricht, auf eine Entschuldigung, auf den…
Das Lied des kalabrischen Meeres Ein Gruß an das lange Leben aus Tropea, Scilla und Diamante Ein Schritt auf Pflastersteinen, la passeggiata winkt, wenn sanft im Abendwinde das Meer in Gold versinkt. Man geht durch steile Gassen, ganz ohne Hast und Eile, Bewegung schenkt dem Leben die schönste aller Weile. Das tiefe Blau des Meeres,…
Ewig gesucht Wieder klopft das tiefe Sehnen, wie ein Ruf, den Wind verweht. Aus den Träumen, aus den Tränen wird ein Bild herbeigefleht. Wort für Wort schrieb ich dich nieder, suchte dich an jedem Ort. Deine Liebe will ich wieder, Echo ohne jegliche Antwort. Tausendmal im Geist berührte meine Hand dein Angesicht. Wenn die Nacht…
Vom Grund des Vertrauens Wer fest vertraut, braucht keine harten Bande, er lässt die Seele weit und flügelschwer. Die Liebe blüht an keinem Zwangsgestande, sie kommt und geht wie Ebbe und das Meer. Es braucht den Mut, im Schweigen zu verweilen, dem Werden glauben, das im Stillen ruht. Wer hastig greift, will nur zum Ziele…
Der Frieden des Loslassens Ich schweige nun, das Wort verblasst, die Welt dreht sich wie eh und je. Ich werfe ab die schwere Last und spüre, wie ich vorwärts geh. Nicht jeder Sturm verlangt mein Wort, nicht jeder Streit ist meine Pflicht. Ich schicke meine Kräfte fort zu Orten, wo das Dunkel bricht. Die Nachricht,…