Salz auf der Haut

1 Minute

Du glättest die Fläche zu falschem Türkis, als
ob es den Abgrund darunter nie wies. Doch
hinter dem Schimmer, im Schweigen der
Bucht, fühle ich Strömung und zitternde Flucht.

Was nützt uns das Segeln bei Windstille nur, auf spiegelnder Lüge, ohne eigene Spur? Ein Herz,
das nur leuchtet, ist seichtes Gewässer, doch
Stürme, mein Liebster, verstehen uns besser.

Ich fordere das Salz und den beißenden Wind,
weil wir in der Stille nur Fremde uns sind. Lass
brechen die Dämme, lass fließen die Flut, im
Weinen liegt Wahrheit, im Schmerz liegt der Mut.

Tauch ab mit mir nieder, wo’s dunkel und schwer,
sei nicht nur die Welle, sei einfach ganz das Meer.
Denn erst in der Tiefe, wo kein Licht mehr trügt,
erkennt man das Band, das uns wirklich verfügt.

Wir ankern im Regen, wir baden im Graun und
das Schiff unsrer Liebe wird wetterfest, rau.
Komm, zeig mir den Grund deiner Seele, das Riff –
nur wer mitsamt Klippen uns liebt, hat das Schiff.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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