Wir flicken das Lächeln mit goldenem Garn,
und halten die Stürme im Herzensraum warm.
Du spielst mir den Tag, ich spiele das Licht,
doch finden wir uns im Gespielten noch nicht?
Zieh aus das Gewand aus glänzendem Schein,
und lass deine Tränen die Brücke mir sein. Denn
Liebe gedeiht nicht im ewigen Mai, sie braucht
auch das Dunkel, sie macht uns erst frei.
Ich brauche kein Denkmal, ich brauche den Mut,
zu sehen, wo’s brennt und wo’s in dir ruht. Wenn
Masken zerbrechen wie sprödes Glas, benetzt
uns die Wahrheit wie frisches morgendliches Gras.
Komm, zeig mir den Abgrund, die Angst und das
Leid, im Weinen erst webt sich das echteste Kleid.
Denn erst, wenn wir furchtlos im Regen uns sehen,
beginnen wir wirklich, einander zu verstehen.

Dana Stella Schuhr
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