Du hattest die Wahl zwischen Beben und Staub,
doch für den Donner warst du schon taub.
Ein winziger Mann vor gigantischem Glück,
du weichst vor der Größe ins Gestern zurück.
Anstatt mit mir Gipfel und Sterne zu brennen,
willst du dich nur noch im Kreise verrennen.
Du nennst es „Zuhause“, ich nenn es das Grab,
du steigst Stufe um Stufe ins Mittelmaß ab.
Dort, wo man stresst, ansonsten nichts mehr
fühlt, wo Langeweile dein Rückgrat wegspült.
Sie gibt dir die Leine, du nennst es Geborgenheit,
ein trauriger Tausch gegen wahre Unendlichkeit.
Kriech in dein Nest, du Verwalter der Stille, dich
bricht nicht das Schicksal, dich brach dein Wille.
Du bist kein Held, nur ein feiger Statist, der im
Schatten seiner Ehe die Freiheit vergisst.
Ich weiß du hast keine Ruhe und du erstickst
ganz langsam an der Norm, denn ich war der
Ozean, du nur die Form. Ich bin nun frei, doch
Du wirst es nie, du trauriges Überlebens- Genie.

Dana Stella Schuhr
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