Das Lied von Flut und Sternen

2 Minuten

Zwei Leben, die an einer Liebe brennen,
wird grenzenloser Schmerz dereinst entzweien.
Wer lernt, das Dasein ohne Lieb’ zu nennen,
wird sein Gelebtes kalt dem Staub weihen.

Ein Körper wandelt stumm durch graue Gassen,
vom eigenen Pulsschlag nur noch matt betrogen,
vom wahren Sinn des Werdens ganz verlassen,
da alle Farben aus der Welt geflogen.

Denn wenn dies Werkzeug wahrer Leiden-
schaften den einen Sinn verliert, der es
belebte verlassen die Natur die Lebenskräfte,
die einst der Geist in kühne Höhen webte.

Was nützt der Atem, wenn die Glut erloschen? Was
nützt das Licht, wenn Augen nichts mehr sehen?
Es bleibt ein Leib, vom Schicksal feil gefeilscht,
verdammt, im Kreis der Ewigkeit zu gehen.

Das Herz erlahmt, der Pulsschlag wird zum
Schweigen, wenn ihm der Quell des Feuers wird genommen. Es muss sich stumm dem Weltenende neigen, wohin es kam, von wo es nie entkommen.

So stirbt der Mensch, noch eh er ganz begraben,
ein Schattenwesen, das im Dunkeln weilt.
Es tröstet nichts die tiefen Seelengraben,
wenn man die Liebe durch zwei Leben teilt.

Wie an dem Ufer einer schwarzen See,
steht nun die Seele an der Klippe Rand.
Die Brandung bricht im Rhythmus jener Weh,
die einst das Herz als süßes Glück empfand.

Das weite Meer verschlingt den stummen Schrei,
die Wellen schlagen schwer ans kalte Riff,
Es scheint, die Zeit der Hoffnung sei vorbei,
verloren treibt des Lebens müdes Schiff.

Doch blickt das Auge durch die Dunkelheit,
hinauf zum Firmament, das ewig wacht,
erkennt das Herz die weite Unendlichkeit,
die still erstrahlt inmitten dieser Nacht.

Ein Funke Licht bricht durch das tiefe Blau,
die Sterne weben Trost aus reinem Gold.
Sie spiegeln sich im kalten Morgentau,
dem Schicksal, das uns neue Wege zollt.

Denn keine Flut bleibt ewig im Extrem,
nach jeder Nacht bricht sanft der Tag herein.
Die Liebe stirbt nicht in dem Schmerzsystem,
sie wandelt sich, um wieder Licht zu sein.

Das Herz, das brach, lernt neu den Ozean,
aus tiefen Wunden wächst ein neuer Sinn.
Die Sterne weisen uns die Lebensbahn:
Nach jedem Ende liegt ein Neubeginn.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert