Die Frau, die ich nun liebe Ich sah sie einst mit hartem Blick, stieß sie ins Dunkel, schritt zurück. Ich nährte Lügen, gab ihr keine Kraft, und hielt sie unfassbar klein in ihrer Leidenschaft. Ich ließ es zu, dass man sie brach, und hörte stumm, was Bosheit sprach. Ich zwang sie, Schlachten für die Welt…
Wenn Du denkst_ du kannst nicht mehr! Wenn das Licht der Lampe leise schwindet, und man kaum den Weg im Dunkeln findet, wirfst du sie nicht weg, du bleibst ihr treu, schenkst ihr frische Zellen, machst sie neu. Doch wenn ein Mensch im Trüben steht, und ihm die Kraft zum Leuchten fast vergeht, warum dann…
Wenn die Lunge bricht Was keine Autoimmun-Krankheit schaffte, ist das, was nun die Lunge raubt. Ich huste mir die Seele aus, vom Schmerz der Sinne fast beraubt. Ich werde wach zu jeder Stunde, doch du schläfst tief, bist ungerührt. Du schnarchst vor laut vor dich hin, Runde um Runde, während mein Körper … den Abgrund…
Mittagsglut In weißer Glut das Feld erstarrt, ich halte hier die heiße Wacht. Mein Geist, an deine Spur verharrt, sucht dich in goldner Mittagspracht. Der Himmel, den ich dir geweiht, stirbt stumm in flimmernd blauem Licht. Wo weilst du in der Einsamkeit? Gedenkst du mein? Ich weiß es nicht! Die Rose beugt das müde Haupt,…
Der Bildhauer der Seele Wir hetzen durch die Zeit, auf fernen Spuren, als fehlte uns zum Glück ein letztes Stück. Wir jagen Zielen nach und blicken auf die Uhren, und lassen dabei uns selbst oft weit zurück. Doch vielleicht ist Werden gar nicht unser Ziel, kein Turm, den man aus fremden Steinen baut. Vielleicht ist…
Das Erbe des Überlebens Sie lehrten uns das Rennen, doch nie das Stehen-bleiben, sie zeigten uns das Kämpfen, doch nie das sanfte Meiden. Ihr Erbe war das Echo von Hunger, Angst und Not, ein Handbuch für das Wetter, doch kein Segel für das Boot. So kauften wir die Häuser und bezahlten brav die Pflicht, doch…
Die leise Antwort auf dein “ Warum?“ Du liegst wach und suchst nach Fehlern, fragst dich bang: „Was tat ich bloß?“ In den Nächten, in den schweren- lässt der Schmerz dich nicht mehr los. Du gabst dein Bestes, gabst dein Herz, und stehst nun da in deinem Schmerz. Du fragst das Schicksal nach dem Grund:…
Das Echo der Leere Ich hielt die Welt in meiner Hand, aus Gold und Glas und festem Stand..„Der wichtigste Mann“, so riefen sie laut, ich habe uns Thron und Festung gebaut. Doch während ich Steine auf Steine gereiht, fraß die Stille den Rest unsrer Lebenszeit. Die Rosen im Arm, den Wein im Glas, ich sah…
Einsame Wellen, gemeinsames Licht Ich hielt die Türen weit ins Licht, ein Leuchten, das den Nebel bricht. Gab dir den Glanz aus meiner Hand, doch suchte nur ein fernes Land. Ich geh’ im Wind, ganz ohne Wort, und trage unser Gestern fort. Ein Blick zurück, der mir sagt, dass dein Herz kein neues Leben wagt.…
Hinter dem Glas Wir flicken das Lächeln mit goldenem Garn, und halten die Stürme im Herzensraum warm. Du spielst mir den Tag, ich spiele das Licht, doch finden wir uns im Gespielten noch nicht? Zieh aus das Gewand aus glänzendem Schein, und lass deine Tränen die Brücke mir sein. Denn Liebe gedeiht nicht im ewigen…
Heilung durch eine schmerzhafte Lektion Ein kostbares Geschenk, gereicht in falsche Hände, Du botest Ozeane, er sah nur die Wände. Du gabst ihm deine Treue, dein Licht und deine Zeit… doch er hatte kein Gefäß für deine Herrlichkeit. Man kann niemanden lehren, was ein Herzschlag wert ist, wenn er im eigenen Stolz die Liebe… vergisst.…
Vom Wollen zum Sein! Atme ein … und lass die Welt da draußen sein. Du erlebst das Leben nicht als Gast, das Leben erlebt sich selbst durch dich …als reine Kraft, ohne Mühe, ohne Last. Schließ die Augen vor dem Spiegelbild, das du so lange ordnen wolltest. Spür, wie der Drang zur Besserung wird mild,…
Ganz für dich Ich wünsch dir ein Lächeln, das wirklich dir gehört, von keinem Zweifel, keiner Sorge gestört. Ich wünsch dir die Wunder, die kleinen, ganz sacht, die nur für dein Herz sind, in der Stille der Nacht. Denn du, verdienst all das Glück. Ich wünsch dir Menschen, die dein Schweigen verstehen, die nicht einfach…
Meine Bella: Ein Band, das niemals reißt Ein stummer Blick, ein Herzschlag nur, sie legt ihr Los in deine Hand. Auf ihrer Seele treuer Spur knüpft Bella mit dir ein festes Band. Sie liebt dich blind, sie liebt dich wahr, schenkt Mut, wenn kalte Winde wehen. Ihr Knutschgesicht, süß und wunderbar, lässt Sorgen augenblicks vergehen.…
Ein Leuchten nur für dich Ein Lächeln, das dein Herz erhellt, das kleine Wunder sacht bestellt. Ein Glück, das keine Grenzen kennt, und dich bei deinem Namen nennt – all das verdient dein Leben. Du brauchst den Blick, der dich versteht, wenn Schweigen durch die Räume weht. Die Hand, die deine Sorgen teilt… und bei…
Das Denkmal der Belanglosigkeit Du hattest die Wahl zwischen Beben und Staub, doch für den Donner warst du schon taub. Ein winziger Mann vor gigantischem Glück, du weichst vor der Größe ins Gestern zurück. Anstatt mit mir Gipfel und Sterne zu brennen, willst du dich nur noch im Kreise verrennen. Du nennst es „Zuhause“, ich…
Vernarrt (Pasta – Basta!) Abends spät und in der Nacht, hast du meine Gier entfacht. Bist so heiß und wunderbar- deine Form ist makellos und klar. Meine Träume, sie sind schwer von deiner Rundung, kreuz und quer. Nun liegst du endlich vor mir hier, Zitrone träufle ich auf dir. Ich zücke sanft mein scharfes Messer,…
Das Schweigen als Antwort Vier Jahrzehnte im gewohnten Trott, das Herz ein wenig eingerostet. Er sprach von Liebe, groß und Gott, doch scheut er das, was Mut ihn kostet. Die „Traumfrau“ war ein schönes Bild, solange man nur davon schreibt. Doch als die Sehnsucht wurde wild, ist nur das Schweigen ihm geblieben. Zwei Welten drückten…
Der Stille, lichte Garten- Es schadet nicht, wenn Silberfäden weben, wenn sanft die Zeit das Haupt mit zarten Reif bekränzt. Es ist ein reiches, ein geles’nes Leben, das in den Augen voller Weisheit glänzt. Der Schritt wird schwerer, doch der Blick wird weit, das laute Jagen weicht der tiefen Stille. Was einst uns trieb in…
Die Königin der eigenen Nacht Mit sieben Jahren kam das fremde Land, ein Koffer voller Angst in kleiner Hand. Aus Kroatien fort, zur Mutter hin, die kaum noch wusste, wer ich für sie bin. Vier Kinder waren für die Jungen schwer, das Haus war voll, das Herz oft öd und leer. Als Älteste trug ich…