Ich bin nicht mein Gewicht, mein Alter oder irgendeine Erkrankung. Egal wie wir beschaffen sind und welche Herausforderungen uns das Leben gab, wir sind so viel mehr, nämlich wertvolle Menschen und daran kann keine Zahl auf der Waage, Körpergröße oder Kleidergröße etwas ändern. Dieses Bodyshaming muss endlich mal aufhören. Für mich ist jeder Mensch schön,…
Heilung der leisen Schritte Wenn unter Silberfäden der Dusche rein ein Lied ganz unbeschwert der Kehle weicht, zieht wieder Frieden in das Herz hinein, weil deine Seele ihren Ton erreicht. Wenn abends lind das wilde Denken schweigt und kein Gedankenschwarm den Geist bedroht, sich tiefe Stille in das Innere neigt, bricht sanft der Trost im…
Das Meer in deiner Brust Der Duft, gefangen im Kristall, die Kerze, unberührt und kalt –wir sparen auf den großen Knall, indem das Heute stumm verhallt. Wir warten auf ein fernes Licht, das erst im Morgen uns erscheint. Doch morgen spricht das Leben nicht, wenn heute jede Stunde weint. Am Horizont, im Abendrot, liegt Kalabrien,…
Der Seele Alchemie Nicht nur die Stunde, die im Flug enteilt, nicht nur das Schicksal, das im Dunkeln weilt, nicht, was dein Aug’ und Ohr dir flüsternd weist –du bist viel mehr, als je dein Denken weiß. Kein leeres Blatt, verloren im Geäst, das man im Wind allein und einsam lässt. In deiner Tiefe ruht…
Der Ozean des Selbst Der Blick verliert sich im Ur-Meer, in stummes, tiefes Wellenheer. Du liegst im Traum von Sorgen rein, es treibt das Es im puren Sein. Was ich in deinen Zügen seh’, ist Lind’rung für mein Chronos-Weh. An meinem Leib, so dicht an dicht, sucht mein Komplex dein mattes Licht. Die Hand, von…
Das letzte Stück Brot Sie sucht kein Blenden, keinen schönen Schein, kein Wort, das glänzt und doch im Wind verweht. Sie will den Mann, der durch die Tat beweist, dass er den Weg mit ihr gemeinsam geht. Kein Warmhaltespiel, kein leeres Versprechen, das nur den Geist mit falscher Hoffnung nährt, kein kurzer Zwischenstopp auf seiner…
Die Masken der Welt Des Menschen Herz sucht reines Licht, ein offenes Wort, ein wahr’ Gesicht. Du legst dein Innerstes bereit, im Glauben an die Ehrlichkeit. Weil deine Seele Bosheit scheut, hat dich kein falscher Schein erfreut; du baust das Fundament aus Glas, wo mancher nur den Nutzen maß. Doch schau, das Karussell der Welt…
Das Ja zum Sein Das Ego webt aus Wunsch und Wahn sich einen starren Lebensplan. Es fordert Sonne, Glanz und Licht und duldet grauen Regen nicht. Doch wenn der Himmel Tränen weint, ist nicht die Welt dein Feind, mein Freund. Der Schmerz entsteht im harten Geist, der stur die Wirklichkeit zerreißt. Du stehst im Regen,…
Aufrecht im Licht Es gab eine Zeit, da erfand ich mich klein, ich dimmte mein Licht und erstickte den Schein. Ich zog mich zurück in ein blasses Gewand, damit Neid und Missgunst mein Feuer nicht fanden. Ich sprach nur noch leise, trat leise hervor, verlor meine Stimme im fremden Chor. Ich überließ anderen Bühne und…
Spiegel der Stille Zwei Welten weben stumm an ihrer Not, die eine sucht im Schweigen ihr Asyl, die andre floh das giftig süße Brot, und jede spielt ihr eigenes Gefühlsspiel. Der Mann baut oft sein Haus auf einem Herz, das ihm die Welt und jeden Trost ersetzt. Bricht diese Säule, bleibt ein tiefer Schmerz, weil…
Vom Scheine des Erfolgs Es drängt die Welt nach lautem Schein, man will der Größte, Beste sein. Mit harter Hand und kühnem Blick, erzwingt man sich ein schnelles Glück. Man nimmt sich Raum… man nimmt sich Macht und schaut nicht, wer im Schatten wacht. Das Ego groß, das Rückgrat schwach, folgt Gier dem Stolz ins…
Wortgewand und Seelenbrand „Ich liebe dich“, so spricht das Wort, doch grausam bricht es gleich darauf. Du suchst nach Schutz an diesem Ort, doch nimmst nur neue Wunden auf. Es ist ein Tanz aus Licht und Nacht, ein Widerspruch, der dich zerreißt, wo falscher Schwur die Fesseln macht und Kälte dir die Wärme weist. Sie…
Das Prisma der Seele Ein Prisma bricht das eine Licht in Farben, so spiegelst du dich in der Welt der Form. Für manche heilst du tief verborgne Narben, für andre bist du Chaos und ein Sturm. Im Buch der Fremden bist du Held und Retter, im nächsten Kapitel nur ein dunkler Schatten. Du bist das…
Die Heimkehr zu sich Sie bog sich weich, um nicht zu brechen, erkaufte Nähe durch Verzicht, verbot dem Mund, das Wahre zu sprechen, und trug im Sturm ein fremdes Gesicht. Sie lächelte noch im tiefsten Schmerz, um ja den Frieden nicht zu stören, und opferte leise ihr eigenes Herz, nur um im Außen dazuzugehören. Doch…
Der Baum der Gegenwart Mit achtzehn blickt man scheu zurück, sucht nach dem Sport, dem frühen Glück. Der Körper reift, die Zeit verfliegt, weil die Versäumnis schwerer wiegt. Mit fünfundzwanzig wacht man auf, betrachtet der Noten alten Lauf. Man denkt: Hätt’ ich mich mehr bemüht, als noch der Geist der Schule blüht‘. Die fünfunddreißig klopft…
Ohne dich Ohne dich erbleicht das Feld, weit und leer wird mir die Welt. In der Nacht, so kalt und klein, muss mein Herz nun einsam sein. Stumm der Quell am Schwellenrand, der einst hell und klar entstand. Vögel schweigen tief im Wald, wie ein Harfenton verhallt. Nächte werden schwarzer Flor, dicht verschlossen Himmelstor. Ohne…
Ich seh mich durch deine Augen Ich las die stillen Zeilen, die du mir zugedacht; sie ließen Wunden heilen und haben Licht entfacht. Du zeigtest mir die Farben, so leuchtend und genau, ließst still in mir erstarken, was längst versank im Grau. Es stimmt, der Alltag macht uns klein, lässt manchen Funken blasser sein. Im…
Das Obsidianen-Dach Ein Sonnendach aus Lügenfetzen spannt sich obsidianen schwer, um falsche Lichter einzusetzen –ein bleiches, künstliches Gestirn. Es tarnt die Nacht als Schutzkapelle, damit der Blick im Dämmern bleibt, und jede unbarmherzige Helle aus unsrer Komfortzone treibt. Wie wär es wohl im nackten Lichte Was wartete am Horizont? Wenn eine Hand das Dach durchbräche,…
Ich sehe dein Licht „Ich bin nicht sonderlich“, so sprachst du einst zu mir, „nur etwas anders sicherlich, doch nichts Besonderes in mir.“ Ich sah dich an, ganz still und sacht, und schüttelte nur leis das Haupt: Ein jeder ist als Wunder gedacht, auch wenn er selbst nicht daran glaubt. Wer dieses Wunder nicht erkennt,…
Der Tritt des Universums Ein virtueller Raum aus Licht und Klang, zwei Seelen, die im fernen Äther schweben. Aus Hamburg drang ein warmer Herzensdrang nach München, um sich Sehnsucht hinzugeben. Gefangen beide im vertrauten Kreis, der Alltag eng, die alten Fesseln schwer, da brach ein Funke durch das dicke Eis und warf sein Licht auf…