Ohne dich

1 Minute

Ohne dich erbleicht das Feld,
weit und leer wird mir die Welt.
In der Nacht, so kalt und klein,
muss mein Herz nun einsam sein.

Stumm der Quell am Schwellenrand,
der einst hell und klar entstand.
Vögel schweigen tief im Wald,
wie ein Harfenton verhallt.

Nächte werden schwarzer Flor,
dicht verschlossen Himmelstor.
Ohne Glanz der Sterne Licht,
auch die Rose duftet nicht.

Irrend durch das fahle Ried,
sing‘ ich mein verlass’nes Lied.
Gold wird Staub und Wein wird
Gift, das die Lippe bitter trifft.

Selbst der Sonne hellster Strahl
wird zu Frost und Schattenqual.
Alles Licht wird bleich und leer
auf dem Schweigeberg so schwer.

Ohne dich nur Schattenwerk,
Grabmal auf dem Schweigeberg.
Du mein Licht, mein Zufluchtsort –
ohne dich weht alles fort.

Du flohst vor Ansprüchen der Welt,
die ich doch niemals so gestellt.
Ein kleiner Platz in deinem Leben –
war schon zu viel für dich zu geben.

Ich schließe diese Tür nun zu,
mein wildes Herz findet die Ruh‘.
Ich gehe aufrecht, stolz und frei –
das Spiel ist aus, es ist vorbei.

„Ohne dich“ beschreibt den schmerzhaften
Verlust eines Menschen, dessen Nähe einst
Licht, Wärme und Geborgenheit bedeutete.

Die ersten Strophen führen tief in eine Welt
aus Schweigen, Kälte und innerer Verlassenheit.
Doch das Gedicht bleibt nicht im Schmerz stehen:

Aus der Enttäuschung wächst Klarheit, aus der
Sehnsucht Selbstachtung. Am Ende schließt sich
eine Tür – nicht aus Lieblosigkeit, sondern aus
Würde. So wird der Abschied zum Beginn eines aufrechten Weges zurück in die eigene Freiheit. ♥️

Herzlichst Dana Stella ⭐

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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