Wie ich doch noch die Liebe fand! Du reißt nicht gleich die Mauern ein, denn du weißt ich fürchte Dich. Du entfernst sanft Stein für Stein und langsam erkennst Du mich. Ich weiche einen Schritt zurück, sehe Dich als Gefahr. Du näherst Dich ein kleines Stück … und ich werd‘ Deiner gewahr. Du bleibst… ruhig…
Leer liegen die Ebenen, papierern und kahl, mit keiner Nässe, keinem Licht wurden je sie bemalt. Ruhen träge und öde in vergessener Hand, ganz ohne Berge, ganz ohne Tal. Still den Blick dem… Horizont zugewandt an dem rege am Rande das Leben sich mannt. Gefangen im Blank der noch formlosen Tat, der Idee, die in…
Das Juwel der Seele Ein Lichtglanz, der die Welt entfacht, ein Reichtum, den kein Gold bemisst. Sie führt uns durch die dunkle Nacht, solang man ihren Mut nicht vergisst. Sie lässt uns wachsen, blühen, sein, verströmt der Seele süßen Duft. Doch hüllt sie uns auch fröstelnd ein, wenn ihre Glut im Nichts verpufft. Dann schlägt…
Treffe ich dich? „Triffst du auch mich?“, so fragt die Liebe leise, „Nur diesmal noch“, bricht sie ihr eigen Wort. Was von uns bleibt auf dieser kurzen Reise, ist mir egal – wir ziehen morgen fort. Denn du bist nicht die Welt, ich nicht die Eine, wir sind nur Schatten, die im Wind verwehen. Kein…
Die Ehre der Club-Mitgliedschaft Ein Herz so groß wie ’ne Bahnhofshalle, da passt sie rein, da passt ihr alle! Der einen flüstert er:„Nur du!“, der andern schiebt er’s dichtet zu. Er schwadroniert von Seelenverwandten, von „Ewig dein“ und Liebeskanten. Doch während er bei A noch schleckt, hat er bei B den Tisch gedeckt. Sein Multitasking…
Silberstreif am Horizont Ich träum’ uns noch an jene Tresen, wo wir die Welt im Glas gesehn, sind sonntags durch die Säulenhallen und stumme Galerien gegangen. Im Kaffeeklatsch der frühen Stunden hat sich der Geist im Wort gefunden, und wenn der Frost die Fenster küsste, warst du das Einzige, was ich wusste. Ich seh’ uns…
Gedanken Leere, Fülle, Gefangen in der Hülle Schichten aus Geschichten … Geschichten der Vergangenheit, beeinflussen nun die Zukunft. Wo ist bloß die Vernunft, Vernunft des ich’s? Hülle voller Schichten! Wo ist bloß der Gedanke? … Gedanken, aber diese Gedanken… Vernunft des Realen. Gedanke an andere Dinge von denen ich nicht den Tag lang singe. Da…
Arschgesicht Auf seinem Thron sinniert ein Arsch, gibt sich blasiert und fordert barsch: Man möge ihm Respekt erweisen und lauthals seine Größe preisen. Sein Leben lief total verkehrt, dabei sei er doch hoch gelehrt. Er würde schließlich hier studieren, anhand von Zeitungsblatt- Papieren. Nachdem man ihn komplett entblößt und sich des Darmes Druck gelöst, lechzt…
Ode an ein kleines Wort Ein Wort so sexy und so klein, NEIN!… Es rettet dich bei manchen Festen vor den gar zudringlichen Gästen. Es rettet dich vorm Bungee springen, Eiskunstlauf und Sumo – Ringen. Es rettet dich auch vor dem Sex mit deinem… oder deiner Ex. Es hätte, darauf sei gewettet, manchmal auch die…
Loslassen Nichts läßt sich auf Dauer halten: Was wir zu besitzen glauben, wird Verfall uns dereinst rauben, alles wird einmal veralten. Was wir an die Kette legen, wird Gevatter Tod sich holen, jedem, der ihm an befohlen, schenkt er freiheitlichen Segen. Oftmals rosten solche Ketten, lassen ihre Opfer fliehen, in ein neues Leben ziehen, sich…
Der Sado- Maso- Hahn Es war einmal ein geiler Hahn den warf der Sex voll aus der Bahn.Die Wollust hat ihn nur gepackt, beim wilden Sado-Maso-Akt. Ein derber Tritt von Pferde- Hufen, kam diesem Gockel wie gerufen. Ihn reizten keine Hühnerfrau’n, er stand auf Strom vom Weidezaun. Er konnte tief beglückt genießen, wenn ihn des…
Tag der Engelsflügel Am Morgen forsche ich nach Wegen, um nahe mich zu dir zu legen. In Unterwäsche dann für Stunden, einander zärtlich zu erkunden. Ganz ohne über großen Zwang, erspür ich Dich, Minuten lang. Es sollen Schmetterlinge fliegen und ich in Deiner Aura liegen. Kein Mittag treibt uns an zur Eile und sicher keine…
Der Abschied Warum nur tust Du mir so weh, spürst Du nicht, daß ich bald geh? Gebrochen hast Du mein Herz, ich fühle nur endlichen Schmerz. Ich bin am Ende, weiß nicht mehr weiter, gibt es einen Weg, der uns macht wieder Heiter? Ich gebe auf der, Kampf ist zu Ende, mein Herz… lege ich gebrochen…
Ich liebe laut, ich liebeleise. Lege meine Seeleauf eine geheimnisvolleReise. Es beginnt mit hier undendet da und dazwischenist alles wunderbar. Gefälltes mir, so bleib ich stehn. Schließe die Augen undkann trotzdem sehn.Ich fühle alles intensivund ordne die Gedanken. Es war nicht immer konstruktiv,dafür Liebe ich mein Handeln.Wenn ich dann zurückblicke,wie weit ich schon gegangen bin.…
Risikogeschäft Ich habe keine Referenzen außer dem bloßen Drang zu glänzen. Bin nicht mal wirklich talentiert, aber mein Hintern ist rasiert. Und was sie können, kann ich lange: Mein Werkzeug ist die lange Stange. An ihr dreht sich die Welt um mich. Man nennt mich Sunny Sonnenstich. Bei Gott, ich bin nicht fatalistisch, nur gut…
Wilde Rosen Der wilden Rosen zarter Duft schwingt sich wie feine Nebelschwaden, sanft wehend durch die milde Luft, auf sphärenhaften Wunder- Pfaden. So süß die Luft, so süß der Ruf der Rosenblüten Düfte. Manch Falter erliegt dem Versuch, schwebt danach trunken durch die Lüfte. Der wilden Rosen zarter Duft, ist wie der Hauch des Lebens,…
Facebook Facebook macht die Erde bunter, weil ein jeder jeden kennt, jeder lässt die Hosen runter, alle werden transparent. Von den Chefs bis zu den Fräser, alle geben alles preis, Partner, Freunde – alle gläsern, hoch vom Teen zum Tattergreis. Wir sind alle groß und prächtig in der virtuellen Welt, jeder Zwerg ist stark und…
Der letzte Sommerabend Das ist der letzte Sommerabend. Ich höre von weit die Nacht und sie schreit, denn auch für uns ist das der letzte Abend. Danach allein und nicht mehr…. zu zweit. Wieder: zuerst von Liebe berührt Liebe ganz heimlich gespürt. Dann (wieder) qualvoll zerschnitten; gekappt. Einsam zurück in die Nacht. Und in der…
Du wunderschöne und zerbrechliche Seele, du schaffst alles, wenn du es nur willst. Und sie weiß um ihren Weg und um die Zerbrechlichkeit, aus der sie erwuchs. An manchen Tagen ist dein Herz so schwer, dass es dir den Atem nimmt. So kraftlos und müde. Einsamkeit unter Vielen. Ungehört, ungesehen. Aber, du hast niemals aufgegeben.…
Tausend Tode Tausend Tode will ich sterben, stürze mich noch ins Verderben, hänge viel zu sehr an Dir. Fühl‘ mich nicht im Jetzt und Hier. Ich bin ganz in Dich verbissen, die Gedanken stets zerrissen, fliegen viel zu weit, stehlen mir die Zeit. Lass mich bitte gehen… Wie sehr soll ich noch flehen? PS: „Es…