Lass sie gehn – und bleib bei dir Wenn jemand dich nicht mehr verstehn will, und Worte nur im Wind verwehn, wenn jemand eigene Wege gehn will, dann lass ihn einfach schweigend gehn. Versuch nicht, falsche Kraft zu zeigen, wo keine Liebe Antwort gibt. Wenn Stimmen brechen und schweigen, lass los was dich nicht länger…
Die Emanzipation der niedlichen Puppe Du suchst erneut nach meiner Nähe, als ob ich bloß dein Spielzeug sei. Damit ich nicht den Trug verstehe, nennst du mich „Baby“ nebenbei. Du sehnst dich nach den alten Tagen, die längst in mir verblasst und tot. Als wir uns nur noch bitter trafen und Bande rissen in der…
1. Die verfeinerte Autorenbiografie (Für BoD & Buchrückseite) Über die Autorin Stella Schuhr ist eine mediterrane Seele. In Bjelovar in Kroatien geboren, trägt sie die Wärme und das Licht des Südens tief in ihrem Herzen – und den Traum, eines Tages im malerischen Kalabrien zu leben und zu schreiben. Ihr kroatischer Geburtsname Zvjezdana bedeutet „die…
Die Freiheit der Stille Es kommt der Tag, an dem das Hoffen weicht, an dem dich keine Antwort mehr berührt. Weil deine Seele still das Ziel erreicht und sich von alten Banden frei verspürt. Zu Anfang brennt der Wunsch noch tief in dir, du suchst nach Zeichen, die das Schweigen bricht. Das Telefon wird stetig…
Die Heilung des inneren Kindes Wenn Blicke weichen und das Schweigen spricht, erzwinge dir ihr wahres Wort doch nicht. Wer dich verkennt, den hülle in Geduld – such nicht beim inneren Kind die alte Schuld. Was du im Innern spürst als lauten Schmerz, ist oft das Schattenreich, ein fremdes Herz, das eigene Wunden auf die…
Spuren im Spiegel Der Blick bleibt starr am fremden Bild gebannt, sucht dort den Fehler, den man selbst nicht sieht. Was man in sich noch niemals hat erkannt, wird auf das Du gelegt, bis Nähe flieht. Man deutet blind, was man nicht greifen kann, und biegt die Wahrheit, bis sie passend scheint. Die Schuld beginnt…
Schattenfütterung Ein Schatten, der im Spiegel tanzt, ein Ruf, der ungehört verhallt. Du glaubst, dass du die Liebe pflanzt, doch vor dir bleibt die Mauer kalt. Ein Krumen Licht, ein kurzes Wort, das deinen Hunger füttern will. Kaum greifst du zu, ist er schon fort, und in der Seele wird es still. Er fesselt dich…
Das Kompliment aus der Hölle Es war mir eine wahre Lehre, dass ich dich kennenlernen durfte. Wo andere strahlen mit Chapeau, da glänzt bei dir das Loch im Ohr, weil Sonne durch die Ohren scheint – ich hab das gar nicht bös gemeint! Dein Selbstbewusstsein flasht mich sehr, schaut.man sich deine Fakten an. Und sag…
Loblied auf den Inhalt der Hose (Bleib drin!) Eine Ballade über die Kunst, die Hose einfach mal zuzulassen. Mein lieber Freund und Penis-Held, du hast dich prächtig aufgestellt. Bei der Vergabe, groß und frei, warst du anscheinend auch dabei! „Potzblitz!“, so dachte ich sogleich, beim Blick in dein behaartes Reich. Er steht und hält die…
Das steißgeborene Orakel Auf weißem Thron, in kühler Ruh’, sitzt er und schaut der Welt nicht zu. Er fordert hochmütig und barsch, den huldvollen Respekt vorm Arsch. Er wähnt sich weise, hochstudiert, hat Zeitungsblätter seziert, und während er im Dunkeln weilt, wird Bildung haptisch ihm zuteil. Befreit von Last und Stoffgewand, erwartet er die linde…
Der wichtigste Mensch Du rennst durch Welten, laut und schwer, gibst Deine Kraft im Dauerlicht. Dein eigner Brunnen trägt nichts mehr, doch Deine Grenze siehst Du nicht. Du heilst die Wunden fremder Not, bist Ankerplatz im wilden Sturm. Verteilst Dein letztes Stückchen Brot und baust für andere den Turm. Doch leise weint der innre Raum,…
Halt die Kamera bereit,fange jeden Moment ein!In dem Fluss der schnellen Zeitwird das Bild dein Anker sein. Wenn das Glück dein Herz berührt,zeig dich selbst im hellsten Licht.Wenn die Freude dich entführt,vergiss das kleine Selfie nicht. Trägst du mittwochs ein Gewand,das dir sanft die Seele wärmt,halt das Handy in der Hand, weildein Herz vom Leben…
Der Kampf mit sich selbst Die Ersten treibt der blanke Mut, Gefühls- und ahnungslos, doch kühn, sie spüren weder Angst noch Glut, weil sie noch ohne Wissen blühn. Die Zweiten treibt das reine Spüren, verstrickt, gefangen, tief bewegt, wo kein Verstand, kein Scherz mehr führen, und Rücksicht keine Rolle trägt. Die Dritten treibt die kalte…
Das Ja zum Sein Das Wetter weint im Urlaubsland, der kalte Regen fällt auf Sand. Du stehst am Fenster, starrst hinaus, und Tränen folgen dem Applaus. Doch suchst du hier am falschen Ort das große, tiefe Glückswort dort. Nicht Wolken haben dich verletzt, es ist dein Ego, das sich setzt. Das Leben formt sich nicht…
Besonders anders Du bringst mich zum Lachen und machst Glück so nah, wie es in meinem Leben selten geschah. Es ist dieses „Anders“, das dich ausmacht und strahlt, das uns mitten in der Nacht zusammenrückt und malt. Es ist viel zu leicht, dich von Herzen zu lieben, mein Blick auf die Welt wird durch dich…
Das Leuchten der Narben Da sind diese Risse, tief in deiner Brust, hätt’ ich doch früher um ihr Dasein gewusst. Doch deine Mauer war steil und aus Stein, ich bat dich nur leise: Lass mich hinein. Es vergingen nicht Tage, es strichen Jahre ins Land, bis ich jedes Wort in meinem Herzen erfand. Ich schmeckte…
Das innere Raubtier Zwei Wesen ringen mir im Blute, ein weißer Engel, zart und rein, ein finstrer Dämon voller Knute, gefangen im Gedankenschrein. Sie kämpfen stumm in meiner Brust, um jede Tat, um jeden Schmerz. Der eine schenkt mir Lebenslust, der andre bricht das weiche Herz. Sie gieren beide nach der Macht, sie reißen an…
Das Gesuch des Dieners Es sprach das Glied mit ernstem Blick: „Ich fordere mein Gehalts-Glück! Ich schufte schwer, ich schufte viel, doch Ausbeutung ist hier das Spiel. Ich arbeite stets steif und hart, auf ganz besondere Arbeitsart. In tiefen Schluchten, finstren Gängen, wo Feuchtigkeit und Hitze drängen. Ich stürze kopfüber ins Gefecht, an Feiertagen wird…
Sehnsucht nach dem fernen Strand Ein Duft von Blüten wiegt sich sanft im Wind, wo reife Orangen in der Sonne glühen. Mein Sehnen zieht dorthin, wo Träume sind, wo goldne Zitronen an den Hängen blühen. Ein tuckernd Boot zieht Spuren durch das Blau, vom fernen Ruf der Möwen sanft begleitet. Sie kreisen frei in heller…
Sommerlicht in mir Ich möchte dir so vieles sagen, dich tief in meinem Herzen tragen. Noch tiefer will ich in dich sehen, um deine Seele zu verstehen. Hier sitz’ ich nun, so still, allein, und möchte so gern bei dir jetzt sein. Mein Denken ist von dir durchdrungen, das „Wir“ hat mich ganz fest umschlungen.…