Das Leuchten der Narben

1 Minute

Da sind diese Risse, tief in deiner Brust,
hätt’ ich doch früher um ihr Dasein gewusst.
Doch deine Mauer war steil und aus Stein,
ich bat dich nur leise: Lass mich hinein.

Es vergingen nicht Tage, es strichen Jahre ins Land,
bis ich jedes Wort in meinem Herzen erfand.
Ich schmeckte die Tränen, den Schrei und die Not,
bis die Mauer im Schweigen zu bröckeln gedroht.

Du hieltst den Atem an, über lange Zeit,
gefangen im Gestern, in der Einsamkeit.
Doch nun bricht das Eis, ein Riss in der Nacht,
hat uns einander ein Stück nähergebracht.

Nun darf ich dich rühren, ein wenig, ein Stück,
du lässt mich gewähren – ich will nicht zurück.
Hör niemals auf, mir dein Innerstes zu geben,
dein Wort ist die Ehre, die ich will erleben.

Ich sehe den Kummer, den dein Lächeln verbirgt,
die Not, die so oft deine Stimme erwürgt.
Ich seh’ deine Liebe, die im Zorn sich versteckt,
und hab’ den Grund deines Schweigens entdeckt.

Ich kämpfe an deiner Seite, nimm meine Hand,
wir ziehen gemeinsam durch brennendes Land.
Denn jedes Geständnis schafft Nähe und Licht,
bis die letzte Wunde im Sprechen zerbricht.

Und wenn du mal müde bist, lehn dich an
mich, die Last deiner Jahre, ich trage sie mit.
Kein Abgrund zu tief, kein Weg ist zu weit,
wir wandeln den Schmerz in Geborgenheit.

Stella Schuhr ✨

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert