Der leise Rückzug Ich ziehe den Vorhang, ganz ohne Geräusch, ich bin traurig aber nicht mal enttäuscht. Es gab kein Gewitter, kein lautes Wort, ich gehe jetzt einfach fort von diesem Ort. Ich goss meine Liebe in rissigen Grund, hielt für den Frieden oft meinen Mund. Doch wer nicht begreift, was er an mir hat,…
Unser Altar der Ewigkeit Am Abgrund, wo das Meer laut grollt, die Brandung silbern aufwärts rollt, stehst du im Licht der fernen Sterne, ein Abschiedsgruß aus grauer Ferne. Mein Kleid, vom rauen Wind zerzaust, während der Sturm im Herzen braust. Doch in dem Blick, so tief und klar, liegt alles, was uns heilig war. Kein……
Die toxische Erleuchtung Sie schwebt auf Wolken aus Lavendel, am Hals ein heil’ges Kraft-Pendel. „Namasté“, haucht sie mit falschem Blick, doch wehe, du gibst nicht das Stück von deiner Ruhe ihr zum Fraß – dann kennt ihr „Karma“ kein Augenmaß. Sie spricht von Schwingung, Licht und Sein, doch lässt in ihr Herz niemanden rein. Wer…
Tesoro Mio Ein Mensch wie ein Buch, nicht nur ein kurzes Wort, du gehst zwar von mir, doch die Liebe bleibt dort. Gefüllt mit Momenten, so rein und so echt, ich hielt dich fest, gegen Schicksal und Recht. Wir träumten vom Haus direkt am Meer, die Sehnsucht danach wiegt heute so schwer. Zitronen und Orangen…
An einem andern Ort Wohin nur mit dem Zehren, dieser Pein? Ich reiß’ dich aus dem Herzen, Stück für Stück. Was hart war, weicht – ich will dich nicht zurück, doch find’ ich keine Ruh’ im Alleinsein. Wo Liebe brannte, klafft ein tiefer Spalt, die Hoffnung floh, das Maß ist längst vollbracht. Die Sehnsucht droht…
Schatten im Hier Die Nacht ist weit und ohne Licht, mein Denken findet Ruhe nicht. Wo einst die Stille schützend lag, ertrag’ ich kaum den neuen Tag. Denn jeder Raum… ist voll von dir, ein Echo nur, doch tief in mir. Ich war so frei, ich war so fern, ein kühler, unberührter Stern. Die Einsamkeit…
Ich liebe dich. Aber nicht wie am Anfang. Ich liebe dich im Stillen, aus der Ferne, mit der ganzen Müdigkeit eines Herzens, das des Hoffens müde ist. Ich wache morgens auf und der erste Gedanke ist immer noch bei dir. Nicht als schöner Traum, sondern als Erinnerung, die nicht gehen will. Ich bete, dich zu…
Der Spiegel der Seele Sie war kein Zufall, kein flüchtiger Gruß, kein Pfad, den man achtlos beschreiten muss. Sie war ein Spiegel, klar und rein, doch fing sie nicht sein Antlitz ein. Sie zeigte das Herz … das er mühsam verbarg, die Sehnsucht nach Heimat, so leise wie stark. Kein Kämpfer, kein Held, der im…
(Komm zur Ruhe. Schließe die Augen. Atme tief ein… und aus.) – Du stehst im Licht, noch hell und grell, erwartest Schläge, hart und schnell. Doch spüre nun, wie alles weicht, die Milde wird auf einmal leicht. Statt der Faust, die dich zerbricht, fällt Sanftheit warm auf dein Gesicht. Du wirst gehalten, tief und fest,…
Ein Herzschlag wie das Meer Mein Meer, es rauscht in tiefer Nacht, die Sehnsucht hält mich wach. Ich gab ihr selbst die große Macht, sie hallt im Innern nach. Die Wunde klafft, sie brennt so rot, vom Salze tief gequält. Doch ist die Hoffnung nicht in Not, weil meine Kraft noch zählt. Der Schlag wird…
Asche im Wind Ich bin für dich nur ein beschriebenes Blatt, das keine Stimme und keine Bedeutung mehr hat. Du liest meine Worte wie flüchtigen Sand, der lautlos zerrinnt in deiner kühlen Hand. Gelöscht und vergessen, im Winde verweht, als hätt’ ich die Sprache der Liebe entstellt. Doch tief in dem Echo, das in dir…
Sterne zu zeigen. Die Rose sitzt genau dort, wo das Herz des Mannes schlägt. Als die Skulptur fertig ist, trägt Giulia sie hinaus in den Garten und stellt sie unter die alte Eiche, genau dorthin, wo Mario und Bella ihren letzten gemeinsamen Abend verbrachten. Das Mondlicht fällt auf das Harz, und das Herz der Statue…
Das Erntefest im darauffolgenden Jahr wurde zu einem Wendepunkt für das ganze Dorf. Lange Tische waren unter den alten Kastanien gedeckt, beladen mit selbstgemachter Pasta, kräftigem Wein und dem ersten Olivenöl der Saison. Mitten unter den Dorfbewohnern saß Elena. Der silberne Wagen stand weit weg im Schatten, und sie trug keine Seide mehr, sondern ein…
Das Silber der Olivenbäume glänzt im zarten Licht des Aprils, und überall blüht der rote Mohn zwischen den Reben. Mario steht vor der Scheune, die nun kein baufälliges Gerippe mehr ist, sondern ein helles, einladendes Gästehaus mit großen Fensterfronten.„Vorsicht mit der Kante!“, ruft eine vertraute Stimme.Jan kommt um die Ecke, braungebrannt und mit Schwielen an…
Die Nacht ist lau, und während die Frauen sich bereits mit Luca ins kühle Haus zurückgezogen haben, bleiben Mario und Jan bei einem letzten Glas Rotwein unter der Pergola sitzen. Das Zirpen der Grillen ist das einzige Geräusch. „Sag mir die Wahrheit, Mario“, bricht Jan das Schweigen. „Hast du nachts nie Panik? Das Gefühl, dass…
steht kurz davor, seine Seele und seine Frau zu verlieren. Die Wandlung: Noch in der Morgendämmerung schreibt er keine Bilanz, sondern einen Abschiedsbrief an seine Firma. Er legte den Stift beiseite, schaltete das Licht seines Erfolgs für immer aus und begriff: „Ein wahrer Sieger ist nicht der, der die Welt erobert, sondern der, der die…
Asche und Aufbruch Du legtest deine tiefsten Wunden offen, doch deine innere Not blieb ungehört, verhallt. Vergebens war dein Sehnen und dein Hoffen, die Welt um dich blieb lieblos, fremd und kalt. Wer stumm zusieht, wie deine Seele bricht, wer deine Tränen nicht als Kostbarkeit versteht, verdient den Platz in deinem Leben nicht, wenn nun…
Amore mio Du warst für mich nie nur ein kurzes Wort, ein ganzes Buch an einem heiligen Ort. Gefüllt mit Momenten, so rein und so echt, ich hielt dich fest, gegen Schicksal und Recht. Amore Mio, die Zeit heilt sie nicht, die Wunde, die blieb, als dein Lächeln verblich. Man sagt, Wege trennen sich, wenn…
Süden im Herzen Ich blicke rückwärts, denk ich dein, ein Schattenwurf der alten Tage. Wie kann dein Herz so lebendig sein? Ich schenke nichts – und doch ich wage, dir meine Zeit zu Füßen zu legen. Im Traum seh ich den Sommertanz, ein Wiegen auf vertrauten Wegen. Wie liebst du nur im Lichterglanz? Oder wohnst…
Das Leuchten der Wahl In der Stille webt der Sinn sein Kleid, erst in der Ruhe reift die Zeit. Was wir erfuhren, wird zum Sein, es senkt sich tief ins Herz hinein. Ein neuer Blick bricht sich die Bahn, hell glänzt der Pfad, den wir nun ahn’. Die Hoffnung malt den Weg uns weit, beim…