Asche und Aufbruch

Du legtest deine tiefsten Wunden offen, doch
deine innere Not blieb ungehört, verhallt.
Vergebens war dein Sehnen und dein Hoffen,
die Welt um dich blieb lieblos, fremd und kalt.

Wer stumm zusieht, wie deine Seele bricht, wer
deine Tränen nicht als Kostbarkeit versteht,
verdient den Platz in deinem Leben nicht,
wenn nun dein Blick nach vorn ins Helle geht.

Denn wahre Liebe ist ein sanftes Schützen,
sie ist kein Sturm, der nur Verletzung sät.
Sie wird dir in der dunklen Stunde nützen,
wenn alles andre im Orkan verweht.

Hab nun den Mut, die falsche Hand zu lassen,
damit ein neuer Schlag dein Herz belebt. Du
wirst das Glück in neuer Form umfassen,
weil sich dein Geist aus tiefstem Dunkel hebt.

Es wartet wer, der dich im Kern erkennt,
der deine Stille wie ein Buch versteht. Ein
sichrer Hafen, den man Heimat nennt, wo
die Achtung wie ein milder Sommer weht.

Dort blüht dein Wesen, frei von schwerer
Last, weil dort die Liebe auf dem Respekt
regiert. Dort findest du die lang ersehnte
Rast, die dich nun endlich zu dir selber führt.

Dana Stella Schuhr

Beitrag teilen
Avatar von Dana Stella Schuhr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert