Seelenwelten von Dana Stella Schuhr


Autor: Dana Stella Schuhr

  • Das Licht am Handy bleibt heute leer,kein Wort, kein Gruß, kein Lebenszeichen mehr.Du suchst den Fehler, liest die Zeilen neu,doch in den Fragen bricht das Herz entzwei. Doch hör auf die Stille, sie spricht zu dir,er ist nicht dort – du bleibst bei mir.Glaub nicht dem Bild, das er einst war,sieht ihn so an, wie…

  • Der Riss im Grau

    Der Riss im Grau Die Gitterstäbe wuchsen sacht, aus Schweigen und aus kalten Blicken. Ich hab die Freiheit nicht bewacht, ließ mich in leise Ängste stricken. Ein Raunen hier, ein Urteil dort, die Welt wurde zum engen Zimmer. Mein Mut war ein verlorenes Wort, verblasst im fahlen Dämmerschimmer. Doch tief im Innern fraß der Schmerz…

  • Ausbruch

    Manchmal erkennt man erst, dass man in einem Käfig saß, wenn man bereits draußen steht. Du hast die Gitterstäbe nicht gesehen, weil sie so langsam um dich herum wuchsen. Ein unausgesprochenes „Mach das nicht“ hier, ein enttäuschter Blick dort, eine passive Bestrafung durch Schweigen, wenn du dich nicht an die ungeschriebenen Regeln gehalten hast. Die…

  • Parallelen der Herzen Wir gehen auf Wegen, die sich niemals berühren, und können uns dennoch im Innersten spüren. Kein Haus, kein Vertrag und kein gemeinsamer Ort, nur die Seele, die antwortet – ganz ohne Wort. Dort draußen die Paare, Hand in Hand durch die Stadt, ihr Herzschlag ist müde, die Blicke sind matt. Sie teilen…

  • Hinter der Fassade Du siehst mein Lächeln, siehst mein Gesicht, doch meine Schmerzen, die siehst du nicht. „Du siehst doch gut aus“, hör ich andere oft sagen, während die Glieder mich kaum noch tragen. In meinen Gelenken, da lodert das Feuer, jeder Morgen ist schwer, jeder Schritt ist mir teuer. Die Finger sind steif, die…

  • Die Mitte zwischen dir und mir Du wartest geduldig, du gibst ihm den Raum,webst leise am Anfang an deinem Traum. Du passt dich wohl an, hältst die Zweifel zurück… und hoffst auf ein Zeichen, ein ganz winziges Stück. Doch während du wartest und alles verstehst, und blindlings den Weg des Verzichts… mit ihm gehst, gewöhnt…

  • Verlieb dich nicht in meinen Schein,ins Kleid, ins Haar, ins Hübsch-Sein nur.Lass deine Liebe tiefer sein:Lieb meine „Out-of-bed“-Frisur. Lieb meine Augen, wenn sie müde,die Beine, die nicht glatt rasiert.Schenk mir auch dann noch deine Güte,wenn sich mein Geist im Grau verliert. Wenn ich vergesse, mich zu waschen,wenn Tränen fließen ohne Sinn,wenn Zweifel meine Seele haschenund…

  • Die Löwin wartet nicht Wartest du noch, oder lebst du schon? An deinem Handy, für diesen einen Ton? Du liest die Zeilen, wieder und wieder, doch dein Herzschlag wird davon nur müder. Er hält dich warm, ein Notersatz, doch in seinem Leben ist für dich kein Platz. Wer dich wirklich will, der lässt dich nicht…

  • Der Befreiungsschlag In jeder Ecke ruht der Tand, Zinnober, Nippes und Klimbim. Vom Boden bis zur Schrankeswand beherrscht der Staub den Zwischenraum. Doch heute greift die Hand zum Sack, der Kreuzzug gegen Last beginnt. Hinein, verstaubtes Lumpenpack, das mir die Luft zum Atmen nimmt! Ein kurzes Zögern, ein flüchtiger Schmerz, bei diesem oder jenem Stück;…

  • Die Wahl zu mir Bedauere nicht die Herzens- gaben, die Zeit, den Mut, das tiefe Licht. Auch wenn die Worte Lügen waren, bereue deine Liebe nicht. Du gabst dein Herz in fremde Hände, hieltst eine Täuschung fest im Arm. Nun stehst du da am bitteren Ende, der Staub noch von den Träumen warm. Zersplittert liegt…

  • Bedauere es nicht, dass du den falschen Menschen geliebt hast. Dass du deine Zeit, dein Herz, deine Seele gegeben hast. Dass Du an Worte geglaubt hast, die schön klangen, aber nie wahr waren. Im Gegenzug hast Du eine Illusion von Liebe bekommen. Leere Versprechungen, Treue Schwöre, ausgesprochen von Lippen, die nie wussten, was es bedeutet…

  • Sich selbst gewählt Bereue nicht die Zeit, die Tränen, das Herz, das du so weit geschenkt. Das Hoffen und das tiefe Sehnen, auch wenn die Spur ins Leere lenkt. Die Worte klangen weich und schön, doch waren sie aus Glas und Schein. Du musstest durch die Trümmer gehn, um endlich wieder ganz zu sein. In…

  • Selbsttreue

    Selbsttreue Wir feilen an den Kanten uns, machen uns leise, rund und klein, im fahlen Licht des Wunsches nur, geliebt von anderen zu sein. Wir opfern, was uns eigen ist, verlieren uns im fremden Blick, doch wer die Selbsttreue vergisst, lässt nur ein Schatten-Ich zurück. Doch horch: Das Leben ruft uns nicht, damit wir uns…

  • Wähle dein „Schwer“ Das Leben ist kein leichter Lauf, es türmt sich stets ein Berg vor uns auf. Nichts bleibt geschenkt, nichts bleibt uns erspart, die Welt ist auf ihre Weise oft sehr hart. Doch in all dem Dunkel, im täglichen Lauf…blüht eine Freiheit im Inneren auf: Die Ehe ist Arbeit, ein Ringen, ein Stand,…

  • Ich sagte, ich schweig, ich schrieb es dir zu, doch in meinen Gedanken, da bist nur du. Das Herz, es würde in Stücke zerspringen, würd ich nicht schreibend um Ruhe noch ringen. In jedem Schlag ruft es laut deinen Namen, ein ewiges Echo im weltlichen Rahmen. Die Seele in Scherben, der Schmerz so vertraut, ich…

  • Der Lärm der Stille Es gibt Momente, da schreit dein Fehlen, viel lauter als Schweigen es je vermag. Schatten, die sich durch die Stunden stehlen, mitten im Lärm, mitten am Tag. Ich suche dich noch in seltsamen Zeiten, obwohl unsere Wege nun anders verlaufen. Will dich nicht zurück, will dich nicht begleiten, doch Erinnerungen bilden…

  • Wo Stürme schweigen Ein Liebesgeständnis, so zart und so rein, durfte vor dreiunddreißig Jahren schon sein. Es brannte wie Feuer, vertrieb jede Nacht, hat tief in den Herzen ein Wunder vollbracht. Die Träne am Kissen verrät das Gefühl, die Worte bedeuteten mehr als ein Spiel. Ein Schwindel ergriff uns, mal kalt und mal heiß, weil…

  • Die Wahl der Herzen Nicht immer scheint die Sonne hell, nicht jeder Tag fließt wie ein Quell. Es gibt das Lachen, den vertrauten Blick, doch manchmal weicht das Glück ein Stück zurück. Ihr wart kein Paar wie aus dem Kinofilm, kein glatter Schein, kein falscher Schirm. Ihr wart echt, mit Fehlern und mit Ecken, und…

  • Verliebe Dich in mein wahres Ich! Bitte verlieb dich nicht in mich, für das was ich habe, wie ich aussehe oder was ich trage, wie mein Haar gestylt ist oder nicht, wie hübsch es aussieht, mein Gesicht. Verlieb dich in meine out of bed Frisur, in meine müden Augen und nur halb rasierten Beine. Küsse…

  • Die gläserne Mauer Eure Worte sind Brücken, die nirgend- wo hin führen, sie schließen die Fenster und verriegeln die Türen. „Es geht doch vorbei“, sagt ihr leichtfertig laut… während ihr Mauern aus Ratschlägen baut. Jeder „kluge“ Satz ist ein Stein mehr im Wall, ich höre nur noch mein eigenes Echo im Schall. Ihr predigt das…