Die Gitterstäbe wuchsen sacht, aus
Schweigen und aus kalten Blicken.
Ich hab die Freiheit nicht bewacht,
ließ mich in leise Ängste stricken.
Ein Raunen hier, ein Urteil dort, die
Welt wurde zum engen Zimmer.
Mein Mut war ein verlorenes Wort,
verblasst im fahlen Dämmerschimmer.
Doch tief im Innern fraß der Schmerz
sich durch die Mauern aus Gewohnheit.
Ein Pochen weckte mir das Herz:
Ich will die Wahrheit, will die Freiheit!
Es kostete mich jede Kraft, die alte
Sicherheit zu brechen. Ich hab das
Joch beiseite gerafft, um endlich
wieder selbst zu sprechen.
Nun steh ich da, der Wind ist kalt,
doch jeder Atemzug ist eigen. Ich
breche aus der alten Haft, will nicht
mehr beugen, nicht mehr schweigen.
Die Tränen fließen noch ein Stück,
doch in der Faust brennt neues Licht.
Ich schaue niemals mehr zurück –
denn diesen Käfig brauch ich nicht!

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