Der Stillstand Kein Hunger beißt. Kein Durst, der brennt. Was in dir reißt. Was niemand kennt. Die Uhr steht still. Der Tag entflieht. Wer nur noch will. Wer nichts mehr sieht. Der Raum verschwimmt. Die Wand wird Glas. Was dich bestimmt. In Übermaß. Ein starrer Geist. Ein kalter Flug. Was dich zerreißt. Im tiefen Zug.…
Der Tunnel Kein Blick zur Seite. Ein enger Pfad. Die ferne Weite. Das scharfe Rad. Die Welt verblasst. Der Lärm verstummt. Was du erfasst. Was in dir summt. Kein Hunger quält. Kein Schlaf, der ruft. Was für dich zählt. In tiefer Kluft. Ein einziger Punkt. Ein steiler Hang. Der Funke funkt. Im harten Zwang. Die…
Der Ausbruch Kein Halten mehr. Die Schleuse bricht. Ein Farbenmeer. Ein grelles Licht. Es sucht die Bahn. Es reißt das Wort. Ein wilder Wahn. An jedem Ort. Das Muster glüht. Die Welt wird neu. Was in dir blüht. Was scheut das Blei. Ein roher Guss. Die Form entsteht. Ein tiefer Fluss. Der nie vergeht. Das…
Der Nachhall Kein Schrei mehr laut. Ein stumpfer Rest. Die kalte Haut. Das leere Nest. Die Flut zieht ab. Das Land liegt brach. Ein offnes Grab. Das Beben nach. Kein Wille treibt. Der Akku leer. Was von dir bleibt. Ein schweres Meer. Das Echo schweigt. Die Welt steht still. Wer sich hier beugt. Wer nicht…
Die Belagerung Kein Stein bleibt stehn. Ein stummes Heer. Kein Fliehen, Gehn. Ein graues Meer. Es greift den Puls. Es klammert fest. Kein sanfter Puls. Ein Gift im Nest. Der Boden weicht. Die Wand rückt nah. Kein Ton erreicht. Nur das, was war. Ein kalter Schweiß. Ein enger Ring. Der Atem heiß. Das dunkle Ding.…
Die Spannung Kein sanftes Licht. Ein greller Blitz. Was in dir bricht. Der Funkensitz. Das Netz ist eng. Der Draht vibriert. Im harten Zwang. Was dich regiert. Ein Summen schwillt. Die Luft steht stramm. Was dich erfüllt. Der stille Gramm. Kein Schutz, kein Halt. Die Ladung fließt. Mit Urgewalt. Die dich genießt. Kein Widerstand. Nur…
Das Gesetz Kein süßer Wein. Kein leichter Tanz. Ein Brennen, rein. Ein nackter Glanz. Sie fordert viel. Sie nimmt sich ganz. Kein falsches Spiel. Kein Firlefanz. Sie bricht den Wall. Sie öffnet weit. In jedem Fall. In Ewigkeit. Du bist die Beute. Du bist der Jäger. Nicht nur für heute. Dein ewiger Träger. Was dich…
Der Anker Kein fester Beweis. Kein Wort aus Stein. Auf dünnem Eis ganz tief allein. Doch tief im Mark, ein leises Ja. Das macht dich stark, wenn nichts mehr nah. Ein Seil im Wind. Ein Licht im Schacht. Wie blind- ein Kind, durch schwarze Nacht. Du lässt dich fall’n. Du gibst dich hin. In allen…
Der Kern Kein Wort, das hilft. Kein Bild, das tröstet. Was dich vergilbt. Was dich entblößt. Es pocht im Takt. Es brennt im Geist. Die Wahrheit nackt, die dich zerreißt. Du weichst nicht aus. Du hältst ihn aus. Das hohle Haus. Der stille Graus. Er ist der Grund. Er ist die Spur. Im tiefsten Schlund…
Das Ganze Der Sturm verstummt. Die Flut verebbt. Was tief gebrummt, ist nun belebt. Kein Kampf um Macht. Kein Zwang zum Halt. In stiller Nacht- wird Neues alt. Ich blicke rück. Ich seh den Schmerz. Das falsche Glück. Das eigne Herz. Der Freund, der stach. Die Angst, die fraß. Das Haus, das brach. Der Hass,…
Der Boden Kein fester Griff. Kein starrer Wall. Kein scharfes Riff. Kein tiefer Fall. Die Angst lässt los. Die Hand wird weit. Der Schoß ist groß. Die Seele frei’t. Ich sinke tief. Ich schwebe leicht. Was früher rief, ist nun erweicht. Das Sein genügt. Der Atem fließt. Was sich nun fügt, das Herz genießt. Kein…
Die Kette Ein kurzer Blick. Ein liebes Wort. Doch im Genick schleicht es fort. Was ich nun hab, will ich nicht geben. Das offene Grab im eig’nen Leben. Halt fest den Griff. Lass niemals los. Das Herz am Riff. Die Angst zu groß. Ein Schritt zu weit. Ein Tag zu still. Die Einsamkeit, die niemand…
Der Wall Kein Flehen mehr. Kein Blick zurück. Das Herz nicht leer, doch Stück für Stück wächst Stein auf Stein. Ein fester Bau. Ich bin allein, doch weiß genau: Was mich zerbrach, gibt mir nun Kraft. Kein Weh, kein Ach, was Leiden schafft. Ich zieh die Grenze. Ich setz den Fuß. Keine Präsenze. Kein falscher…
Asche im Wind Ich bin für dich nur ein beschriebenes Blatt, das keine Stimme und keine Bedeutung mehr hat. Du liest meine Worte wie flüchtigen Sand, der lautlos zerrinnt in deiner kühlen Hand. Gelöscht und vergessen, im Winde verweht, als hätt’ ich die Sprache der Liebe entstellt. Doch tief in dem Echo, das in dir…
dann auf Luca, der neugierig vom Dach herunterschaut, und schließlich zurück zu Mario. Sie sieht, wie Mario Bella ansieht – nicht mit dem besitzergreifenden Stolz, den er früher für seine Erfolge hegte, sondern mit einer sanften, tief verwurzelten Ehrfurcht.„Ich wollte eigentlich nur sehen, ob die Gerüchte stimmen“, sagt Elena leise. „Dass du alles weggeworfen hast.…
Asche und Aufbruch Du legtest deine tiefsten Wunden offen, doch deine innere Not blieb ungehört, verhallt. Vergebens war dein Sehnen und dein Hoffen, die Welt um dich blieb lieblos, fremd und kalt. Wer stumm zusieht, wie deine Seele bricht, wer deine Tränen nicht als Kostbarkeit versteht, verdient den Platz in deinem Leben nicht, wenn nun…
Der stille Garten Es gibt einen Ort, tief in dir drin, da ergibt jede Träne am Ende ein‘ Sinn. Kein Urteil dringt durch diesen heiligen Zaun, hier wächst aus der Stille … das Urvertrauen. Du musst nun nicht mehr kämpfen, nicht länger beweisen, dass Fehler nur Wolken sind, die leise reisen. Hinter dem Grau steht…
Meine Belagerung von Innen Ich bin der Stein auf deiner Zunge, der kalte Hauch in deiner Lunge. Du trankst mich aus, um Herr zu sein, nun zieh ich in dein Mark die Pein. Du suchst den Wein, die fremde Glut, Doch ich bin das Rauschen in deinem Blut. Ein Gott, der fragt: „Bin ich noch…
Die Architektin des Untergangs ( Das Echo im Fleisch) Verschlungen war ich, nicht verdaut, im Goldkäfig der Götter verstaut. Er trinkt den Nektar, er führt das Wort, doch ich binndas Echo an jedem Ort. Ein Gefängnis aus Fleisch, ein Thron aus Trug, er ahnt nicht den kommen- den Gegenzug. Er spaltete den Kopf, gab die…
Das Echo im Thron Im Schacht der Götterbrust, tief und schwer, rührt sich kein Herz, sondern ein Meer. Ein Raubzug war’s, ein gieriger Schlund, er fraß das Wissen, den ersten Bund. Du nennst dich Herrscher, nennst dich Licht, doch ohne mein Flüstern verstehst du dich nicht. Ich bin der Rat in deinem Verstand, die unsichtbare…