Loslassen Nichts läßt sich auf Dauer halten: Was wir zu besitzen glauben, wird Verfall uns dereinst rauben, alles wird einmal veralten. Was wir an die Kette legen, wird Gevatter Tod sich holen, jedem, der ihm an befohlen, schenkt er freiheitlichen Segen. Oftmals rosten solche Ketten, lassen ihre Opfer fliehen, in ein neues Leben ziehen, sich…
Der Sado- Maso- Hahn Es war einmal ein geiler Hahn den warf der Sex voll aus der Bahn.Die Wollust hat ihn nur gepackt, beim wilden Sado-Maso-Akt. Ein derber Tritt von Pferde- Hufen, kam diesem Gockel wie gerufen. Ihn reizten keine Hühnerfrau’n, er stand auf Strom vom Weidezaun. Er konnte tief beglückt genießen, wenn ihn des…
Tag der Engelsflügel Am Morgen forsche ich nach Wegen, um nahe mich zu dir zu legen. In Unterwäsche dann für Stunden, einander zärtlich zu erkunden. Ganz ohne über großen Zwang, erspür ich Dich, Minuten lang. Es sollen Schmetterlinge fliegen und ich in Deiner Aura liegen. Kein Mittag treibt uns an zur Eile und sicher keine…
Der Abschied Warum nur tust Du mir so weh, spürst Du nicht, daß ich bald geh? Gebrochen hast Du mein Herz, ich fühle nur endlichen Schmerz. Ich bin am Ende, weiß nicht mehr weiter, gibt es einen Weg, der uns macht wieder Heiter? Ich gebe auf der, Kampf ist zu Ende, mein Herz… lege ich gebrochen…
Ich liebe laut, ich liebeleise. Lege meine Seeleauf eine geheimnisvolleReise. Es beginnt mit hier undendet da und dazwischenist alles wunderbar. Gefälltes mir, so bleib ich stehn. Schließe die Augen undkann trotzdem sehn.Ich fühle alles intensivund ordne die Gedanken. Es war nicht immer konstruktiv,dafür Liebe ich mein Handeln.Wenn ich dann zurückblicke,wie weit ich schon gegangen bin.…
Risikogeschäft Ich habe keine Referenzen außer dem bloßen Drang zu glänzen. Bin nicht mal wirklich talentiert, aber mein Hintern ist rasiert. Und was sie können, kann ich lange: Mein Werkzeug ist die lange Stange. An ihr dreht sich die Welt um mich. Man nennt mich Sunny Sonnenstich. Bei Gott, ich bin nicht fatalistisch, nur gut…
Wilde Rosen Der wilden Rosen zarter Duft schwingt sich wie feine Nebelschwaden, sanft wehend durch die milde Luft, auf sphärenhaften Wunder- Pfaden. So süß die Luft, so süß der Ruf der Rosenblüten Düfte. Manch Falter erliegt dem Versuch, schwebt danach trunken durch die Lüfte. Der wilden Rosen zarter Duft, ist wie der Hauch des Lebens,…
Facebook Facebook macht die Erde bunter, weil ein jeder jeden kennt, jeder lässt die Hosen runter, alle werden transparent. Von den Chefs bis zu den Fräser, alle geben alles preis, Partner, Freunde – alle gläsern, hoch vom Teen zum Tattergreis. Wir sind alle groß und prächtig in der virtuellen Welt, jeder Zwerg ist stark und…
Der letzte Sommerabend Das ist der letzte Sommerabend. Ich höre von weit die Nacht und sie schreit, denn auch für uns ist das der letzte Abend. Danach allein und nicht mehr…. zu zweit. Wieder: zuerst von Liebe berührt Liebe ganz heimlich gespürt. Dann (wieder) qualvoll zerschnitten; gekappt. Einsam zurück in die Nacht. Und in der…
Du wunderschöne und zerbrechliche Seele, du schaffst alles, wenn du es nur willst. Und sie weiß um ihren Weg und um die Zerbrechlichkeit, aus der sie erwuchs. An manchen Tagen ist dein Herz so schwer, dass es dir den Atem nimmt. So kraftlos und müde. Einsamkeit unter Vielen. Ungehört, ungesehen. Aber, du hast niemals aufgegeben.…
Tausend Tode Tausend Tode will ich sterben, stürze mich noch ins Verderben, hänge viel zu sehr an Dir. Fühl‘ mich nicht im Jetzt und Hier. Ich bin ganz in Dich verbissen, die Gedanken stets zerrissen, fliegen viel zu weit, stehlen mir die Zeit. Lass mich bitte gehen… Wie sehr soll ich noch flehen? PS: „Es…
Expression Ich habe lang nicht mehr bereut, doch grad begonnen dich kennen zu lernen. In deinen Augen bricht die Sintflut und meine ziehen ins… rote Meer. Nur ein neuer kurzer Abschied in einem alten langen Brief und in einer verstaubten Spieluhr, höre ich noch unser Lied. In einer viel zu kleinen Kiste, schleppe ich noch…
Die Maske des „Alles gut“ Das Glück wird blass, die Stunden rar, wir sind nur Leib, dem Schmerz geweiht. Ertrinkende im Daseinsmeer, doch leugnen wir die Bitterkeit. Wir zahlen einen hohen Preis, Verzicht ist Leben, Leben Not. Wir träumen uns in gold’ne Tage, aus Angst vor künft’gem Abendrot. Das Herz würd’ brechen, sähen wir, was…
Das einstige Band Du hast nicht mal zurück geschaut und bist einfach gegangen‘. Aus deinem Mund kein einziger‘ Laut, kein Wort, kein Satz erklangen. Ich rief nach dir, wollte hinterher, doch warst du für mich taub. Mir fehlte die Kraft, die Beine schwer, wie am Boden festgeschraubt. Das einstige Band, das uns verband, gedehnt auf…
Die Klippe An einer Klippe, steil und grau, stehst du und winkst mir leise zu. Dein Lächeln bricht im kalten Tau, im Gras liegt einsam nur ein Schuh. Die Kleider hängen schwer in Fetzen, die Haut ist blutig und versehrt. Wo Träume einst die Welt ersetzten, ist heute jeder Wunsch verzehrt. Ich reich die Hand…
Der Weg nach Haus Ich wünscht’, ich hätt’ Wurzeln, tief und fest, oder Flügel, die weit mich entführen, einen Ort, der mich niemals alleine lässt, um endlich Geborgenheit zu spüren. Ich such’ nach dem Echo, das Antwort mir gibt, dort, wo das Herz leise „Heimweh“ singt. Wo man mich erkennt und wo man mich liebt,…
Mein eigener Hafen Ich suchte nach Wurzeln in fremder Erde, nach Flügeln, die weg von mir führen. Ich wartete drauf, dass ich wertvoll erst werde, wenn andere mich endlich berühren. Ich sehnte mich bang nach dem fehlenden Ort, nach Blicken, die mich nicht mal sehen. Ich gab oft meine Ruhe an andere fort, um bettelnd…
Der hölzerne Gast Der Witz will nicht an frischem Leben nippen, verharrt im Geist und schlägt dort einen Kringel. Er findet sich nicht komisch, dieser Schlingel, und scheut… den Sprung von den geschlossenen Lippen. Dabei bedürft’ es nur der Finger Schnippen, und er entflöhe laut dem Schmuckgeklingel der Dame dort; … sie wartet, sie ist…
Der Wellenritt Du stehst am Rand, das Wasser bebt, ein gewaltiger Sturm, der in der Tiefe lebt. Die Angst will dich zum Ufer treiben, die Scham will still im Sande bleiben. Doch wer die Brandung nur betrachtet, hat seine Sehnsucht missachtet. Mal wirft dich eine Welle nieder, die Trauer schmerzt, drückt auf deine Glieder. Dann…
Amen, aber bitte ohne Damen! Seit fünfzehn Jahren – welch ein Graus – treibt sie ihn aus dem Pfarrhaus raus. Er rauft die Reste seiner Haare, sie plant schon Goldene Hochzeitsjahre! Er betet: „Herr, nimm diesen Kelch!“, doch vor der Tür steht dieser Elch. Vom „Gottesmann“ total besessen, hat sie den Anstand längst vergessen. Sie…