Ich stehe hier, die Kraft fast leer, doch
jeder Schritt trägt mich noch weiter.
Ich weiß oft nicht: Wer bin ich sehr?
Und bleibe doch mein Wegbegleiter.
Ich flüchte vor der ganzen Welt Gesicht,
verdränge, was ich kaum ertrage und
doch holt es mich ein, das grelle Licht,
es stellt mir täglich neue Fragen.
Mein Herz, es schlägt in blindem
Takt, auch wenn die Seele schreiend
weint. Es ist ein stiller, harter Pakt,
der Schmerz und Leben fest vereint.
Ich suche Nähe, will doch fliehen,
seh’ Fremde, wo einst Liebe war.
Lass alte Träume an mir ziehen,
der Widerspruch wird niemals klar.
Ich flüstre leis’, wenn Stürme toben,
ich schlafe nie in diesem Traum.
Hab’ mich zu oft für nichts erhoben,
verlor im Gestern Zeit und Raum.
Und auch, wenn das „Zuviel“ mich
fast bricht, wenn Kälte in die Glieder
kriecht, verlischt das letzte Fünkchen
nicht, das trotzig für das Leben spricht.

Dana Stella Schuhr
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