Die Helligkeit bricht jäh entzwei,
das Licht wird kalte Asche nun,
Kein Flehen mehr, kein Hilfeschrei,
in Schatten lässt die Lust uns ruhn.

Ich schließe meine Finger fest
um deinen Hals, um deinen Geist,
bis du das letzte Licht verlässt
und dich in meiner Nacht verlierst.

Kein Segen tropft, nur dunkles Harz,
das zäh und heiß die Haut versiegelt,
der Himmel über uns wird schwarz,
worin sich deine Qual bespiegelt.

Ich nehme gänzlich alles, was du bist,
verschlinge dich mit Haut und Haar,
bis du den eigenen Namen vergisst
und wirst, was niemals vorher war.

Die Finsternis ist nun dein Heim,
ein Käfig, weich und ohne Ende, Du
bist mein Fleisch, du bist mein Keim,
in meiner festen, dunklen Lende.

Das Beben ebbt in Wellen ab,
ein tiefes, schwarzes Schweigen,
die Gier sinkt müde in ihr Grab,
beendet ist der Reigen.

Nur noch das Pochen, dumpf und
fern, in Adern, die nun schwerer
gehn, verloschen ist der rote Stern,
den wir im Abgrund brennen sehn.

Ein letzter Griff, ein matter Schein,
bevor die Stille uns besiegt, Du
bist nicht mein, ich bin nicht dein,
wo nur noch kalte Asche liegt.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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