Du hast das Feuer gegen Frost getauscht, weil
dir vor meiner Größe graust. Du wolltest keine
Frau, die wahrhaft liebt- du wolltest kalten Halt,
ein stumpfes Echo, das im Haus verhallt.
Ich war die Spitze, du die tiefste Angst,
die nun in Ketten um ihr Überleben bangt.
Du nennst es Treue, ich nenn’ es Verrat,
an jedem Funken, der einst in dir trat.
Du kriechst zurück in dein unbequemes Grab,
dein ganzes Leben: ein einzig’ Verhängnis, das
ich dir nie gab. Sie füttert dich mit Brot für deine Gehorsamkeit, du nennst diese Enge „Beständigkeit“.
Wähl ruhig den Thron, der nur aus Pappe ist,
und friss den Staub, bis du dich selbst vergisst.
Du spielst den Mann- doch bleibst nur Statist,
der seine eigene Wahrheit täglich frisst.
Ich bin der Rausch, zu dem du dich
langfristig nicht bekennst– sie ist der
Sargnagel für alles, was du fortan an:
Dein „Leben“ nennst!
Drum schmor in der Hölle, du erbärmlicher
Wicht, denn meine Liebe- die verdienst du
einfach nicht. Ich liebte dich und vergaß
fast meinen Stolz für dein Herz aus Holz!

Dana Stella Schuhr

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