Der neue Horizont

1 Minute

Der Sturm zieht vorbei, und die Gischt legt sich
sacht, die See hat die Klarheit zurück dir gebracht.
Das Wrack seiner Zweifel bleibt tief auf dem Grund,
dein Herz wird im Heilen nun endlich gesund.

Du wäschst dir den Sand der Enttäuschung vom Kleid,bereit für die Weite, bereit für die Zeit.
Der Leuchtturm in dir steht noch felsenfest da,
dem eigenen Wesen jetzt endlich ganz nah.

Lange warst du Gefangene im tosenden Meer,
jeder Atemzug schwer, jede Hoffnung so leer.
Du suchtest nach Halt in der brechenden Flut,
und vergaßest im Dunkeln dein eigenes Blut.

Sein Schweigen war Flut, doch sie weicht nun
zurück, und gibt den Blick frei auf dein eigenes
Glück. Du brauchst keinen Seemann, der zögernd verzagt, weil deine Präsenz seine Enge beklagt.

Du brauchst keinen Kompass, der falsch dich
gelenkt, kein Herz, das dir Liebe nur tröpfelnd
geschenkt. Wer Angst vor der Tiefe des Ozeans
hat, der strandet am Ufer und trinkt sich nie satt.

Nun stehst du am Ufer, das Wasser ist rein,
kein Schatten der Angst holt dich jemals mehr ein.
Der Wind schmeckt nach Freiheit, die Sonne bricht Bahn,ein neuer Beginn fängt im Morgengrauen an.

Die Wellen des Gestern, sie spülen nun fort,
jedes giftige Schweigen, jedes verletzende Wort.
Was flussaufwärts wehgetan, fließt nun ins Meer,
deine Seele wird leicht, deine Schritte nicht schwer.

Denn wer dich verdient, sucht kein stürmisches
Fliehen –er ankert bei dir und wird nie mehr ent-
fliehen. Er fürchtet die Kraft deiner Wellen nicht
mehr, und liebt deine Weite genau wie das Meer.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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