Das stumme Feuer

2 Minuten

Ein Blick, der sanft die Hülle bricht,
ganz ohne Hand, im bloßen Licht.
Die Luft wird schwer, der Raum wird eng,
ein stummes, zärtliches Gedräng’.

Es braucht kein Wort, kein laut Verlangen,
die Körper haben längst angefangen.
Sie fühlt den Strom, der sie durchringt,
der in die tiefe Wirbelsäule dringt.

Die Haut versteht, was er verschweigt,
wenn er sein Haupt im Geiste neigt.
Sie tut nichts, als im Raum zu stehn
und diese Wahrheit zu gestehn.

Denn wahre Glut verzehrt sich nicht,
solange man die Stille schützt.
Sie lebt im Verborgenen, wartet still,
bis das Geschick es spüren will.

Sie reift im Schatten, unberührt,
bis sie uns unaufhaltsam führt.
Ein Bruch des Banns, ein Schritt
zu weit, veränderte die Ewigkeit.

Das hohe Feuer, rein und groß,
ließ’ alle Hemmung plötzlich los.
Und alles, was sich aufgestaut,
wär’ wilder Flamme anvertraut.

Zwei Magnete, nah gewandt,
vom Schicksal an den Platz gebannt.
Ein Zittern, das das Herz durchdringt,
weil Sehnsucht uns zusammen zwingt.

Von außen nur zwei Menschen schön,
die schweigend nebeneinander stehn.
Sie wissen längst, was sie verbirgt,
die Kraft, die in der Stille wirkt.

Der Frieden ist die schönste Sünde,
auf dass sich Herz an Herze binde.
Ein Bund, der ohne Worte hält,
weit über dieser lauten Welt.

Doch bleibt der Wunsch nicht ewig
stumm, dreht das Geschick die Stunden
um. Die Angst verfliegt, das Zittern
weicht, wenn eine Hand die andre reicht.

Das Schweigen war kein Liebesgrab,
es legte nur den Grundstein ab.
Und morgen schon, im neuen Licht,
bricht diese Stille – und verspricht…

dass aus dem Traum, der heut‘ noch
schweigt, sich uns die wahre Liebe
zeigt. Ein Feuer, das nun hell erstrahlt,
weil uns die Hoffnung Zukunft malt.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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