Kein Stein bleibt fest, kein Bild
besteht, weil alles mit dem Wind
verweht. Vom ersten Atem, den wir
tun, bis wir in fernen Zeiten ruhn …
ein steter Strom, ein Werden, Gehen,
nichts bleibt im Augenblick je stehen.
Sogar der Körper, unser Haus,
sieht morgen schon ganz anders aus.
Wenn Krankheit nun die Knochen bricht
und Schmerz durch meine Glieder spricht,
ist’s schwer zu sehn, was stetig flieht,
wenn Angst das Herz in Schatten zieht.
Doch wenn wir das Gesetz verstehn,
und nicht im Kampf dagegen stehn,
keimt aus dem Abschied neue Kraft,
die Frieden in der Seele schafft.
Was war, kehrt niemals mehr zurück,
doch birgt das Jetzt ein neues Glück.
Das Universum, Stern um Stern,
verwandelt sich im tiefen Kern.
So sag ich ja zu dieser Spur, ich
folge nur der Natur. Soll sich
stets verändern, was da will –
mein Inneres bleibt bereit und still.

Dana Stella Schuhr

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