Der stille Beobachter

1 Minute

Im Lärm der Welt, im Drang der Zeit, da
herrscht der Geist, der nach Struktur oft
schreit. Der Verstand, er plant, er rechnet,
wiegt, während das Ego gern am Ende siegt.

Es will die Macht, den Glanz, den Schein,
und fürchtet stets, nicht gut genug zu sein.
Das Herz schlägt wild, ein tiefer See,
voll Sehnsucht, Liebe und auch altem Weh.

Es flüstert leis, es bebt und brennt,
weil es die Logik der Vernunft nicht kennt.
Doch hinter all dem Streit und lauten Wind,
wo Kopf und Herz noch ganz im Aufruhr sind,

da ruht ein Kern, so friedvoll und so klar,
der schon vor jedem ersten Wunsche war.
Die Seele schaut nur zu, ganz ohne Hast,
sie trägt nicht mit an jener schweren Last.

Sie will nicht siegen, braucht kein fremdes Lob,
sie ist der Anker, wenn der Sturm erst tob’.
Sie ist das Licht, das durch die Schichten bricht,
verurteilt weder Schatten noch das Licht.

Wer still wird und den inneren Lärm bezwingt,
der hört das Lied, das sie seit ewig singt: „Du
musst nichts suchen, was du längst schon bist,
weil in dir drin bereits der Himmel ist.“

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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