Ein leises Warten, Raum und Zeit,
die Hand zur Anpassung bereit.
Du gibst ihm Chance, du gibst ihm Licht,
doch dabei siehst du dich selbst nicht.
Du redest dir die Zweifel klein,
willst doch nur voller Güte sein.
Doch während du geduldig bleibst,
du deine eigne Kraft zerreibst.
Er lernt, dass du am Ufer stehst,
ganz gleich, wie sehr der Wind auch
weht. Ohne Entscheidung, ohne Wort,
treibt dein Bedürfnis langsam fort.
Gesunder Egoismus heißt:
Dass du dich nicht im Du verlierst.
Dass du die Mitte weise weist und
dich vor Stillstand selbst regierst.
Sei offen, ja, doch bleib dir treu,
erfinde dich nicht täglich neu,
nur um dem andern zu gefallen –
lass deine Grenzen sanft erschallen.
Denn du bist jener Mensch, gewiss,
der immer bei dir selber ist. Wer dich
nicht wählt, wer zögert, schwankt,
hat deine Zeit nicht recht bedankt.
Nimm dich selbst ernst, steh zu dir
jetzt, bevor dein Herz sich selbst
verletzt. Die Balance finden, fest und
frei – das ist die wahre Liebhaberei.

Dana Stella Schuhr
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