Verschwommenes Glück

1 Minute

Du tratest fehl zur Unzeit in mein Leben,
so spricht der Geist, der kühl die Welt vermisst.
Das Schicksal will uns Sicherheit nur geben,
wogegen mein Phantom Erfüllung verspricht.

Doch wüsst’ ich nur, ob dein Gehalt bestünde,
wenn ich das Letzte blind an dich verlier’,
ob meine Seele einen Hafen fünde,
im fernen Gestern, trennst du dich von mir?

Wie soll Vertrauen leise Knospen treiben, wenn
uns das Fremde noch im Namen scheitert?
Wie kann die Nähe uns im Innern bleiben,
wenn Angst den Abgrund zwischen uns erweitert?

Wer feige schweigt, verbirgt des Lügners
Züge, auch wenn kein lautes Wort die Luft
bricht. Ich fühle, wie ich mich in Stücke füge,
mein Stummsein ist dir Stütze nicht.

Was, wenn der Tag der Wahrheit uns entblößt,
du fragend vor mir stehst im bleichen Licht?
Was, wenn dein Herz sich sanft aus Bindung löst,
und du im Gehn das letzte Schweigen brichst?

Die Last der Fragen drückt wie Blei aufs Denken,
ich will sie nicht mehr einsam in mir tragen.
Ich will mein Herz an deine Liebe schenken –
und fürchte nichts, als es dir je zu sagen.

Doch sieh, der Sturm hat unsen Raum geweitet,
die Furcht verblasst vor deiner Gegenwart.
Ein leises Licht hat uns den Weg bereitet,
das uns die Wahrheit vor dem Sturz bewahrt.

Wir treten aus dem Nebel in das Ganze,
kein stummes Echo trennt uns mehr im Raum.
Das Leben siegt in einem neuen Glanze, aus
Angst wird Mut, aus dem Phantom ein Traum.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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