In weißer Glut das Feld erstarrt,
ich halte hier die heiße Wacht.
Mein Geist, an deine Spur verharrt,
sucht dich in goldner Mittagspracht.
Der Himmel, den ich dir geweiht,
stirbt stumm in flimmernd blauem
Licht. Wo weilst du in der Einsamkeit?
Gedenkst du mein? Ich weiß es nicht!
Die Rose beugt das müde Haupt,
verliert ihr Blatt im trocknen Sand.
Mir ist das Herz von Angst geraubt,
vom Feuerbrand in meinem Land.
Ein Sommertag, ein kurzer Schein,
geboren nur aus meiner Not.
Ich bilde mir die Sonne ein –
doch meine Augen leuchten tot.
Da trittst du jäh aus Staub und Licht,
wie Fieber nah, ein Truggebilde.
Ein Riss, der durch das Denken bricht:
Ich suche dich in dieser Milde.
Kein Raum, kein Maß hält uns getrennt,
auch wenn die Ferne mich bedrängt.
Wer wahre Liebe beim Namen nennt,
bleibt ewig in den Geist gesenkt.
So bist du nah, trotz Zeit und List,
ein Licht, das mir im Herzen brennt.
Weil wahre Liebe nie vergisst,
was sie als ihre Heimat kennt.

Dana Stella Schuhr
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