Im dichten Schwarm der namenlosen Menge,
verstummt das Herz, von Taubheit schwer umhüllt.
Nur Trümmer spiegeln sich im Zeitgedränge,
wo ein Phantom die leere Nacht erfüllt.
Ich lief vor dir, du liefst vor meinen Schritten,
wir flohen blind vor dem, was uns verband.
Was haben wir im Schweigen gelitten,
als Asche wurde, was einst lichterloh verbrannt?
Gedenkst du mein in jener fernen Sphäre?
Ist dir nun kalt, brennt noch der alte Schmerz?
Ich trage deine Bilder wie eine schwere,
verstaubte Reliquie im wunden Herz.
Ein Jahr verrann im Strom der Ewigkeit,
du warst mein Kosmos, mein Gesetz, mein Licht.
Nun trennt uns eine Kluft aus Raum und Zeit,
ich blicke hin, doch ich erkenn dich nicht.
Die Maske sitzt, wenn fremde Blicke fragen,
ich spiele Glück, wo innere Leere droht.
Sie sehen hin und können es nicht sagen:
Das Auge wacht, doch die Seele ist tot.
Ich hab gewagt, gesucht und blind vertraut,
dem Abgrund meine Zuversicht geschenkt.
Nun brennt der Funke aus, der Teufel schaut,
während dein Sog mich in die Tiefe lenkt.
Wer reicht die Hand, wenn dieses Leben rast?
Wer bremst den Sturz im bodenlosen Raum?
Der Winter kam zu früh als stummer Gast,
die Bäume kahl, verflogen ist der Traum.
Doch sieh: Luna verblasst im Morgenlicht,
die Sonne tilgt den Schatten, der uns quält.
Wir hassen nicht, die Freundschaft band uns
nicht,wir haben mit Erkenntnis bar bezahlt.
Zwei Wanderer, vom Schicksal stumm entzweit,
kein Bund der Treue, kein Erbitterungsstreit.
Nur zwei Entfremdete im Weltenrund, verknüpft
allein durch der Erinnerung Bund.


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