Ein stummes Wort, ein leiser Satz, er schafft im
Sturm der Seele Platz. Wer ihn versteht, wer ihn
benennt, besitzt ein Licht, das still verbrennt. „Es
ist, wie es ist“ – so klingt der Ton, ein sanfter Trotz…
der Freiheit Lohn. Du denkst, du könntest diese
Kraft erschüttern mit der Leidenschaft von
Drohungen und falschem Schein? Sie lässt
dich gehen und bleibt allein. Sie öffnet selbst…
die schwere Tür und bittet dich im Gehn dafür
nicht umzudrehen, nicht zu verweilen, sie wird
dir niemals hinter heilen. Sie bettelt nicht, sie
fleht dich nicht an, weil niemand das Schicksal…
wenden kann. Wer gehen will, der soll geschwind verwehen wie ein Faden Wind. Dein Stolz, dein
Spiel, dein Manipulieren – sie hat gelernt, dich zu verlieren. Ihr Blick bleibt klar, ihr Atem rein…
sie kann mit sich im Reinen sein. Das Herz ist
weich, die Träne echt, doch bricht kein Schmerz
ihr inneres Recht. Sie fühlt den Riss, sie spürt den
Brand, und reicht dem Schicksal doch die Hand.
Der Frieden steht an erster Stelle, bricht auch
im Außen jede Welle. Was gestern war, ist
längst vorbei, die Seele schlägt sich selbst
nun frei. Sie weiß, dass Morgen neues bringt…
wenn auch das Alte stumm verklingt. Das Leben
fließt, es hält nicht an, nur weil ein Mensch nicht
bleiben kann. Sie liefen schon durch tiefes Tal,
erlebten Abschied, Schmerz und Qual.
Und stehen fest, im Wind gewiegt, weil wahre
Stärke darin liegt, die Welt zu nehmen, wie sie
bricht, und doch zu wahren das eigene Licht.
Und fragt man sie nach Tagen dann…
ob sie den Verlust verwinden kann, ob noch
die Wunde brennt und spricht –dann zuckt
sie mit den Schultern nicht. Ein Lächeln nur,
das Ruhe misst: „Es ist“, sagt sie, „halt wie es ist.“

Dana Stella Schuhr

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