Das Herz webt Fäden, silbern, dicht,
aus Wort und Nähe, Geist und Licht.
Es baut Paläste aus dem Sein, setzt
Stein auf sanften Hoffnungsstein.
Ein Blick, ein Wort, ein warmer
Strom –die Liebe baut sich ihren
Dom. Doch wo die Schöpfung einst
begann, tritt nun das Gegenteil heran.
Kein lauter Sturz, kein wilder Schrei,
das Band entflicht sich Stück für Zwei.
Es nistet sich das Schweigen ein,
wo einst ein Halt, wird nun ein Stein.
Ein feiner Stich, ein leiser Riss, gewebt
aus tiefem Kümmernis. Wir legen ab,
was uns getragen, die Wärme aus den
alten Tagen. Nicht, weil die Last nun..
leichter wiegt –nur, weil der Arm der
Sehnsucht biegt. Es fällt das letzte
Fragment, das Schmerz und Hoffnung
sauber trennt. Die Sehnsucht stirbt…
das Drama weicht, bis Stille die Vernunft
erreicht. Zurück bleibt Klarheit, kühl und
rein, du hörst nun auf, ein Du zu sein.
Kein Schmerz mehr, der im Innern brennt…
nur ein Konzept, das man benennt. Ein Bild,
das im Verstand verblasst,ein Denkmodell,
das Geistes Last. Du bist kein Sturm mehr, kein
Visier –nur noch ein Stück Philosophie in mir.
Und doch liegt Frieden in dem Raum, der
übrig bleibt vom alten Traum. Ich schaue
rückwärts ohne Groll, weil ich nun weiß,
was werden soll. Du warst ein Weg…
ein Licht zur Zeit nun danke ich der Ewigkeit.
Ein Stück des Weges gingst du mit, ein Licht
bei jedem schweren Schritt. Ich blicke ohne
Groll zurück, und danke dir für dieses Glück.

Dana Stella Schuhr

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