Kein Stolpern war’s, auch kein bloßes Versehen,
kein Nebel, in dem wir uns nicht mehr verstehen.
Du sahst die Klippe, du sahst den Fall, und du
wähltest den Abgrund mit vollem Schall.
Es war kein Irrtum, kein blinder Moment, kein
Feuer, das man nur vom Hörensagen kennt. Du
hieltest die Klinge, du kanntest das Ziel, mein
Vertrauen war nur ein Teil von deinem Spiel.
Der Schmerz ist nicht leise, er schreit nach dem
Sinn: Wo blieb die Liebe, wo ging sie denn bloß
hin? Dass du es wusstest, das brennt wie das
Licht, das jede Ausrede erbarmungslos bricht.
Nun trag ich die Wunde, die schwerer wiegt,
weil dort, wo wir waren, die Wahrheit jetzt
liegt: Es war kein Fehler, der uns entzweite,
es war deine Wahl, die das Ende einläutete.
Doch ich lege die Trümmer nun Stück für Stück
hin, denn Suchen nach Antworten ergibt keinen
Sinn. Dein Vorsatz war klar, die Entscheidung war
dein, doch ich weigere mich, länger Opfer zu sein.
Ich ziehe den Schlussstrich, die Tinte ist trocken,
kein Echo von dir kann mich jemals mehr locken.
Dein Schatten verblasst, während ich mich erhebe,
weil ich trotz der Narben nun endlich wahr lebe.
Und du wirst bloß eine Geschichte sein, kein
eigenes Leben haben und trotzdem im Innern
allein. Du bleibst nur ein Name, ein Blatt im Wind, während meine Wege nun neu definiert sind.

Dana Stella Schuhr
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