Er steht im Raum, der König hier,
die Damen lächeln ihm schon zu.
Er sonnt sich in der Eitelkeit und
wiegt sich stolz in sanfter Ruh‘.
Doch plötzlich öffnet sich die Tür,
ein neuer Mann betritt den Saal.
Ein Raunen geht durch die Natur,
die Frauen blicken prompt lokal.
Da wird das stolze Antlitz grau,
die Nase spitzt sich giftig zu. Die
Wangen werden scharf wie Stein,
vorbei ist es mit Stolz und Ruh‘.
Die Augen funkeln wild wie Dolche,
das Herz pocht laut wie ein Schafott.
Er wünscht sich eine Keule her –
vom Traumprinz bleibt nur noch Spott.
Sein Gretchen nippt am Glas und lacht:
„Mein Hirsch, die Zinnen stehn Dir
schlecht. Der Neue auf der Matte
dort ist wohl dein Nemesis-Gefecht!“

Dana Stella Schuhr

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