Die Hand wollt’ ich dir reichen,
beugt’ mich zum Abgrund tief,
gefolgt den dunklen Zeichen
des Geists, der nach dir rief.
Ich konnte dich nicht halten,
du warst bereit zum Flug,
entglittst den Erdgestalten
mit leichtem Atemzug.
Das Dasein schien dir flüchtig,
ein Spiel, befreit von Not,
nicht herb und essig-nüchtig,
nur süß wie Abendrot.
In Masken und in Rollen
verbargst du Gram und Leid,
erschöpftest dich im Wollen
nach Licht und Heiterkeit.
Wie konnt’ ich nicht ermessen,
dass deine Kraft versiegt?
Vom Lebensmut vergessen,
dem Feuer nicht gewiegt.
So musst’ ich dich entlassen,
zog meine Hand zurück.
Im Sturz erst konnt’ dich fassen
das fern gesuchte Glück.

Dana Stella Schuhr
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