Die Tage ziehen wie Schatten fort,
ein stummes Werk an jedem Ort.
Wir schaffen viel, wir tun die Pflicht,
doch spüren wir das Leben nicht?
Wir funktionierten, Stein auf Stein,
doch waren wir auch wirklich sein?
Wo blieb die Stunde, still und weit,
entrückt aus aller Dringlichkeit?
Ein Fließen, das den Geist durchdringt,
das Herz, das leise bei sich singt –
so tief, dass alle Welt verschwimmt,
weil man den Augenblick bestimmt.
Lass keinen Tag vorübergehn,
ohne kurz still für dich zu stehn.
Ein Innehalten, tief und klar,
bis Ruhe wird, was Lärm einst war.
Ob Meditation, ob Müßiggang:
Gönn deiner Seele diesen Klang.
Wer immer nur nach Fernem späht,
verpasst das Glück, das vor ihm steht.
Das Handy schweigt, der Blick wird frei,
die Eile zieht an uns vorbei.
Was wirklich zählt, ist jetzt und hier –
ein Herzschlag nur, ganz bei dir.
Bewahre dir die Leichtigkeit,
ein Schatz für alle Ewigkeit.
Nicht im Display, nicht im Schein –
im Herzen soll das Leben sein.

Dana Stella Schuhr

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