Sie sind geheimnisvoll und wild, ein
oft undurchschaubares Bild. Im
Rudel jagen sie zu zweit, auf dem
WC wird eingeplant, die nächste Zeit.
Sie frieren stark, sie schwitzen sehr,
ein Mittelding gibt’s gar nicht mehr.
Der Mann gibt brav die Jacke her,
er friert vor Stolz, sie liebt es sehr.
Im Bad wird das Revier markiert,
wobei der Mann den Platz verliert.
Der Lippenstift zieht mutig ein,
bald gehört die Wohnung ihr fast
allein. Erzogen wird der Mann mit
Schwung, bis weg ist jede Erinnerung.
Doch wird er allzu glattpoliert, ist’s aus…
weil er an Reiz verliert. Sprich niemals
von der alten Ex, sonst gibt es Krach
und kein’ Komplex! Auch Muttis Küche
bleibt tabu, hör lieber beim Frisör gut zu.
Denn der weiß alles, ganz genau,
kennt jedes Rätsel dieser Frau. Ein
Blümchen auf dem Scheibenwischer,
macht ihre Liebesflamme frischer.
Ein schöner Teller, der beim Streit
zerbricht, ein von ihm hin geklautes
Liebesgedicht. Gepflegte Nägel, ein
gutes Essen, schon ist der Ärger …
ganz schnell vergessen. Sie sind
wohl Zicken, Stück für Stück,
doch ohne sie gibt’s auch kein
echtes gemeinsames Glück!

Dana Stella Schuhr

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